11.10.08 22.Tag
Hallo zusammen,
Ich habe gestern gesagt, dass ich etwas Allgemeines schreiben werde.
Da heute ein Tag ohne Anwendungen war, hatte ich auch mehr Zeit nachzudenken.
Ich glaube:
Das Wichtigste ist, dass man sich nicht aufgibt!
Die Frage ist wie macht man das.
Ich versuche dies mit einfachen ganz alltäglichen Dingen. So zum Beispiel das was ich selber machen kann auch selber zu machen.
Fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen wo es nötig ist, aber zu versuchen auch neue Sachen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen, um besser alleine klar zu kommen.
Dabei darf man natürlich auch nicht übereifrig werden.
Dies bedeutet auch auf die Therapeuten und das Pflegepersonal hören.
Dies fällt nicht immer leicht, aber ich tue es.
Was ich in dieser Woche gelernt habe ist schon einiges.
Zurzeit bewege ich mich, für meinen momentanen Zustand, in einem perfekten Ambiente.
Alles rollstuhlgerecht optimiert. Damit möchte ich sagen, das Leben ist anders. Es gibt noch verdammt viel zu lernen.
Eine andere ganz simple wichtige Komponente ist auch die Körperhygiene. Wenn man in solchen Fällen anfängt dies zu vernachlässigen, ist dies auch schon eine kleine interne Selbstaufgabe. Dies glaube ich zumindest. Da fängt es im Kleinen an.
Worauf ich momentan auch sehr achte, ist die Ordnung. Bedingt durch meine beschränkte Mobilität muss ich wissen wo ist was und in welcher Reihenfolge ist was zu erreichen.
Dies bedeutet auch vorrauschauend die Dinge angehen.
Am Anfang, als mein Wirkungskreis extrem beschränkt war, wurde ich nervös wenn „Fremde“ in meinem Wirkungskreis Dinge sortierten. Der Grund war einfach ein nicht gewollter Kontrollverlust.
Mittlerweile durch den Rolli und den dadurch bedeutend erweiterten Kontrollbereich, ist dies besser.
Was hilft noch?
Die Aufmunterungen und den Zuspruch den man erhält!!!!
Sich mit den alltäglichen Dingen zu beschäftigen.
Die Behinderung einfach zeitweise zu vergessen.
Sich immer wieder konkrete erreichbare Ziele zu definieren und diese auch zu erreichen.
So zu kommunizieren, wie ich es tue!! Dieses schreiben.
Ich bin selber erstaunt wie gut ich selber momentan mit der Situation klar komme.
Ich glaube auch ein Hauptgrund ist, das die permanenten quälenden Beschwerden einfach weg sind.
Von daher fühle ich mich einfach so gut wie lange nicht mehr. Dies beeinflusst meine Stimmung ungemein positiv.
Besonders gefreut habe ich mich heute über die Kommentare! Danke.
Hallo Stephan:
Indem der Elektroingenieur immer den Mittelpunkt des Sees in der Verbindungsachse zwischen beiden hält, wenn er an das entgegen gesetzte Ufer schwimmt. Er schwimmt damit in einer Kurve.
B.Pasman
Anbei ein Link zu einem Fotoalbum, das ich pflegen werde.
Einfach auf den Titel 11.10.08 22.Tag klicken der blau ist.
Samstag, 11. Oktober 2008
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1 Kommentar:
Hallo Bernd,
Ich bin beeindruckt wie gut Du Deine Situation meisterst. Sicher weiß ich auch das es Zeiten gibt wo einen die Zuversicht verläßt, aber ich glaube durch deinen Post hast du eine gute Plattform gefunden das zu bewältigen. Ich lese immer gern die Berichte des neuen Tages und wie soll ich es anders sagen, manchmal schmunzle ich auch, nicht aus Schadensfreude, sondern über die amüsante Art Deiner Schilderungen. Vieles von dem was Du über Hoffnung schreibst kann ich gut nachvollziehen, da mir persönlich auch nur diese weiter hilft. Aber durch Deine Schilderungen und Anmekungen bekomme auch ich wieder neue Blickwinkel die mir weiter helfen. Ich weiß es geht hier nicht um mich, aber vielleicht ist es auch für Dich ganz gut zu wissen, das Dein Post auch anderen Hilft, deren Situation besser zu meistern. Wenn Du genaueres wissen willst frag einfach Sabine, sie kennt alle Details!
Ich habe mich ja schon in meiner letzten E-Mail genügend zu Deiner Situation geäußert und beschränke mich deshalb hier darauf, das ich fest daran glaube, das "back2 the foots" nicht mehr lange dauert!!!
In diesem Sinne die besten Wünsche und denk daran: Alles was passiert hat einen Sinn, auch wenn uns der nicht immer gefällt. Aber es ist allse zu etwas gut!!!
Lothar V.
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