20.05.09 243. Tag
Hallo zusammen,
heute will ich mal was positives schreiben.
Von der Deutschen Rentenversicherung habe ich heute bei meinem 15. Anruf die Aussage bekommen, dass das Übergangsgeld für meinen Aufenthalt vom 7.1.09 bis 16.2.09 vermutlich in der nächsten Woche überwiesen wird. Meine Unterlagen sind wieder vom medizinischen Dienst, der die Verlängerung ab dem 3.3.09 prüfen sollte, zurückgekommen. Auch seien meine Unterlagen vollständig.
Ich glaube ich werde Beamter.
Übergangsgeld ist wie Krankengeld von der Krankenkasse.
Ich erkenne deutlich, dass meine Kraft wieder zurückkommt, auch die Beweglichkeit kommt langsam wieder. So klappt der Transfer zwischen Rolli und Bett wieder gut und sicher.
Diese Kleinigkeiten, aber sehr wichtigen, bauen einen auf.
Mein nächstes größeres Ziel ist der Transfer oder wiederbesteigen des Rollis von der Erde.
Mal sehen wann ich das kann. Hier ist Kraft und auch die richtige Technik gefragt.
Auch Hose anziehen im Rolli ist eins der nächsten Ziele.
Die Hose ausziehen geht schon, wäre aber peinlich.
Meine morgendliche Selbstständigkeit kommt auch wieder. So kann ich mich schon wieder alleine im Bett an und ausziehen. Ist doch auch was.
Morgens sind die Füße nur elend weit weg. Die Beine scheinen in der Nacht zu wachsen.
Poco a poco (spanisch) mache ich Fortschritte. Hoffentlich ist das Licht am Ende des Tunnels kein D-Zug. Heute schon eher ein ICE.
Meine erste „Reise“ nach Hause nach über 4 Monaten hat auch gut geklappt. So werde ich das nächste Wochenende zu Hause verbringen.
Der Fortschritt ist also mir, jetzt kann ich langsam die Zeit nach der Reha planen.
B. Pasman
Mittwoch, 20. Mai 2009
Sonntag, 3. Mai 2009
03.05.09 226. Tag
03.05.09 226. Tag
Hallo zusammen,
Auf und Ab.
Dies ist eine kurze Beschreibung des Lebens.
Was ist „Auf“. Das ist wie das „Ab“, relativ zu sehen. Die Stimmung wird dadurch beeinflusst. So gesehen habe ich diese Woche einige Aufs erlebt. Ich merke wie meine Kraft langsam aber merklich wieder größer wird. Genauso meine Beweglichkeit verbessert sich täglich. Der Transfer aus dem Rolli zur KG-Liege und zurück klappt wieder einigermaßen. Aber die Sicherheit st noch lange nicht so gegeben wie erforderlich. Aus diesem Grund und zur Schonung der OP-Narbe habe ich beschlossen trotz des langen Wochenendes nicht nach Hause zu fahren. Immerhin war ich das letzte Mal irgendwann im Januar zu Hause.
Aber ich habe oft genug wegen irgendwelchen „Kleinigkeiten“ wieder Rückschläge erlitten. Nicht zuletzt der Dekubitus war dadurch verursacht.
Ich habe jetzt ein Zimmer mit Blick auf das Siebengebirge. Die schöne Aussicht hat schon etwas. Ich schaue auch auf die Straße wo an einem so schönen Tag wie heute jede Menge Radfahrer den Tag nutzen. Wenn ich das sehe kommt schon etwas Wehmut hoch Das würde ich jetzt auch gerne machen. Nur geht nicht, wird auch nicht mehr gehen.
Kleine Tiefschläge sind auch jetzt wieder das Thema unkontrollierte Verdauung. In Bochum war es kein Thema. Hier bedingt durch mehr Bewegung und Druck auf den Bauch ist die Kontrolle nur sehr begrenzt gegeben. Mein primäres Kontrollinstrument ist hier meine Nase, die mich auch oft täuschen kann. Aber leider nicht immer.
Die hart erarbeitete Selbstständigkeit ist wieder dahin. Die muss mühsam wieder erarbeitet werden. Den Weg bin ich schon mal gegangen, ein harter Weg.
Erst wenn ich die Selbstständigkeit wieder erreicht habe, kann ich an einen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben denken. Wiedereingliederung, dies bedeutet, dass ich ausgegliedert bin.
Immer neue Herausforderungen (man kann auch Probleme sagen) kommen auf mich zu. Zum einem sind es im Moment die Verkalkungen in den Gelenken und dadurch die eingeschränkte Beweglichkeit. Dies verhindert neben der mangelnden Kraft die Selbstständigkeit und immer stärker werdende Spastiken. Spastiken sind unkontrollierte Bewegungen der von der Zentrale abgeschnittenen Körperteile.
In erster Linie sind die Spastiken lästig, könne aber auch kritisch sein. So zum Beispiel unkontrollierte Streckung der Beine während eines Transfers. Dadurch kann man schnell einen Adler machen.
B. Pasman
Hallo zusammen,
Auf und Ab.
Dies ist eine kurze Beschreibung des Lebens.
Was ist „Auf“. Das ist wie das „Ab“, relativ zu sehen. Die Stimmung wird dadurch beeinflusst. So gesehen habe ich diese Woche einige Aufs erlebt. Ich merke wie meine Kraft langsam aber merklich wieder größer wird. Genauso meine Beweglichkeit verbessert sich täglich. Der Transfer aus dem Rolli zur KG-Liege und zurück klappt wieder einigermaßen. Aber die Sicherheit st noch lange nicht so gegeben wie erforderlich. Aus diesem Grund und zur Schonung der OP-Narbe habe ich beschlossen trotz des langen Wochenendes nicht nach Hause zu fahren. Immerhin war ich das letzte Mal irgendwann im Januar zu Hause.
Aber ich habe oft genug wegen irgendwelchen „Kleinigkeiten“ wieder Rückschläge erlitten. Nicht zuletzt der Dekubitus war dadurch verursacht.
Ich habe jetzt ein Zimmer mit Blick auf das Siebengebirge. Die schöne Aussicht hat schon etwas. Ich schaue auch auf die Straße wo an einem so schönen Tag wie heute jede Menge Radfahrer den Tag nutzen. Wenn ich das sehe kommt schon etwas Wehmut hoch Das würde ich jetzt auch gerne machen. Nur geht nicht, wird auch nicht mehr gehen.
Kleine Tiefschläge sind auch jetzt wieder das Thema unkontrollierte Verdauung. In Bochum war es kein Thema. Hier bedingt durch mehr Bewegung und Druck auf den Bauch ist die Kontrolle nur sehr begrenzt gegeben. Mein primäres Kontrollinstrument ist hier meine Nase, die mich auch oft täuschen kann. Aber leider nicht immer.
Die hart erarbeitete Selbstständigkeit ist wieder dahin. Die muss mühsam wieder erarbeitet werden. Den Weg bin ich schon mal gegangen, ein harter Weg.
Erst wenn ich die Selbstständigkeit wieder erreicht habe, kann ich an einen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben denken. Wiedereingliederung, dies bedeutet, dass ich ausgegliedert bin.
Immer neue Herausforderungen (man kann auch Probleme sagen) kommen auf mich zu. Zum einem sind es im Moment die Verkalkungen in den Gelenken und dadurch die eingeschränkte Beweglichkeit. Dies verhindert neben der mangelnden Kraft die Selbstständigkeit und immer stärker werdende Spastiken. Spastiken sind unkontrollierte Bewegungen der von der Zentrale abgeschnittenen Körperteile.
In erster Linie sind die Spastiken lästig, könne aber auch kritisch sein. So zum Beispiel unkontrollierte Streckung der Beine während eines Transfers. Dadurch kann man schnell einen Adler machen.
B. Pasman
Sonntag, 26. April 2009
26.04.09 219. Tag
26.04.09 219. Tag
Hallo zusammen,
eine neue Etappe hat begonnen.
Nach 10 Wochen in der Bergmannsheilklinik und davon volle 9 Wochen im Bett liegend bin ich wieder in Godeshöhe. Die Genehmigung der „Anschlussheilbehandlung“ kam ohne Probleme.
Bis jetzt hatte ich mit der Krankenkasse keine Probleme. Dies ist absolut nicht normal. Von anderen Patienten habe ich da schon viele negative Sachen gehört.
So gesehen sind die Uhren jetzt wieder „X“-Wochen zurückgedreht. Ich habe momentan nur wage Vorstellungen welche Zahl ich bei dem „X“ einsetzen muß oder darf.
Wenn ich daran denke wie ich am 1.10.08 hier in die Godeshöhe kam, hoch motiviert so schnell als möglich fit zu werden und wieder „auf die Beine zu Kommen“, ist es jetzt anders.
Damals gab es bestimmt eine gewisse Naivität oder Unkenntnis.
Ich hätte niemals gedacht, dass ich nur durch eine seitliches herauslehnen aus dem Duschstuhl und der dadurch verursachten Schürfwunde, solange Probleme hätte. Auch heute sind die direkten Einschränkungen aus dem Dekubitus noch da. Ich darf nur begrenzte Zeit sitzen.
Indirekt habe ich durch das lange sehr viel Kraft verloren und meine Beweglichkeit ist auch sehr stark eingeschränkt. Dadurch ist meine Selbstständigkeit auch zum Teufel.
Ach ja „POA“. Darüber habe ich ja noch nichts geschrieben. Zuletzt wurde in Bochum diese POA festgestellt. Es ist eine Verkalkung der Hüft und Kniegelenke. Die schränkt die Beweglichkeit ein und lässt die Beine anschwellen. Bei mir ist das linke Bein stark geschwollen.
Als Therapie wurden die Hüftgelenke bestrahlt. Der Effekt der Bestrahlung kann aber auch einige Zeit dauern. Die Knie wurden nicht bestrahlt, weil die Oberschenkelknochen dort Knocheninfarkte haben.
Also wieder neue Krankheiten und Problemchen.
Es gibt Montagsautos und ich bin an einem Freitag dem 13. geboren. Sind das die Spätfolgen?
Jetzt muß ich wieder die Motivation finden mich bis zu einem gewissen Masse zu quälen damit die Reha einen Erfolg hat. Nach den Rückschlägen, die ich im letzten halben Jahr erlitten habe, ist dies nicht so einfach.
Also wieder Kopf hoch …………….
B. Pasman
Hallo zusammen,
eine neue Etappe hat begonnen.
Nach 10 Wochen in der Bergmannsheilklinik und davon volle 9 Wochen im Bett liegend bin ich wieder in Godeshöhe. Die Genehmigung der „Anschlussheilbehandlung“ kam ohne Probleme.
Bis jetzt hatte ich mit der Krankenkasse keine Probleme. Dies ist absolut nicht normal. Von anderen Patienten habe ich da schon viele negative Sachen gehört.
So gesehen sind die Uhren jetzt wieder „X“-Wochen zurückgedreht. Ich habe momentan nur wage Vorstellungen welche Zahl ich bei dem „X“ einsetzen muß oder darf.
Wenn ich daran denke wie ich am 1.10.08 hier in die Godeshöhe kam, hoch motiviert so schnell als möglich fit zu werden und wieder „auf die Beine zu Kommen“, ist es jetzt anders.
Damals gab es bestimmt eine gewisse Naivität oder Unkenntnis.
Ich hätte niemals gedacht, dass ich nur durch eine seitliches herauslehnen aus dem Duschstuhl und der dadurch verursachten Schürfwunde, solange Probleme hätte. Auch heute sind die direkten Einschränkungen aus dem Dekubitus noch da. Ich darf nur begrenzte Zeit sitzen.
Indirekt habe ich durch das lange sehr viel Kraft verloren und meine Beweglichkeit ist auch sehr stark eingeschränkt. Dadurch ist meine Selbstständigkeit auch zum Teufel.
Ach ja „POA“. Darüber habe ich ja noch nichts geschrieben. Zuletzt wurde in Bochum diese POA festgestellt. Es ist eine Verkalkung der Hüft und Kniegelenke. Die schränkt die Beweglichkeit ein und lässt die Beine anschwellen. Bei mir ist das linke Bein stark geschwollen.
Als Therapie wurden die Hüftgelenke bestrahlt. Der Effekt der Bestrahlung kann aber auch einige Zeit dauern. Die Knie wurden nicht bestrahlt, weil die Oberschenkelknochen dort Knocheninfarkte haben.
Also wieder neue Krankheiten und Problemchen.
Es gibt Montagsautos und ich bin an einem Freitag dem 13. geboren. Sind das die Spätfolgen?
Jetzt muß ich wieder die Motivation finden mich bis zu einem gewissen Masse zu quälen damit die Reha einen Erfolg hat. Nach den Rückschlägen, die ich im letzten halben Jahr erlitten habe, ist dies nicht so einfach.
Also wieder Kopf hoch …………….
B. Pasman
Mittwoch, 15. April 2009
15.04.09 208. Tag
15.04.09 208. Tag
Hallo zusammen,
mittlerweile liege ich nun 58 Tage im Bett. Seit der ersten OP habe ich das Bett nur verlassen um zweimal eine CT des Unterleibes zu machen.
Heute ist aber ein Ende abzusehen.
Ein Problem gibt es noch, mein linkes Bein ist geschwollen. Die Arzte wissen trotz einiger Untersuchungen nicht woher es kommt. Morgen werden die Venen untersucht. Dadurch kann man feststellen ob eine Thrombose vorhanden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich mit Sitzbelastung anfangen. Außerdem soll Morgen noch eine MRT der BWS durchgeführt werden.
Eben kam der Stationsarzt in das Zimmer und sagte mir, dass im Anschluss an den Aufenthalt hier in Bochum eine Reha genehmigt ist. In der nächsten Woche werde ich wahrscheinlich wieder zurück in die Godeshöhe gehen.
Dann heißt es neues Spiel neues Glück. Zuerst werde ich vor allem Beweglichkeit und Kraft benötigen. Dies sind die Eigenschaften, die ich in den mehr als 8 Wochen im Bett am meisten verloren habe. Mit einem Satz ausgedrückt: „Ich bin beweglich wie eine Eisenbahnschiene aber nicht so stark“. In der Fachsprache nennt man das „mobilisieren“.
Nach meiner Einschätzung heute, benötige ich dann 6-8 Wochen um wieder einigermaßen fit zu werden. Wenn alles gut geht, werde ich dann frühestens Mitte Juni, Anfang Juli wieder an das Arbeiten denken können. Ob die mich da noch kennen?
Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Zum einem gibt es da Murphys Gesetz oder anders gesagt: “Es kommt anders als man denkt.“ Auf jeden Fall hat sich Murphys Gesetz bisher in den letzten 7 Monaten bewahrheitet. Zumindest was den Verlauf meines Gesundheitszustandes bewahrheitet hat.
Zurzeit höre ich wieder Musik um die Zeit totzuschlagen. Bei gewissen Titeln kommen dann Erinnerungen hoch. Gute und schlechte.
Mal sehen was die Untersuchungen morgen bringen.
B. Pasman
Hallo zusammen,
mittlerweile liege ich nun 58 Tage im Bett. Seit der ersten OP habe ich das Bett nur verlassen um zweimal eine CT des Unterleibes zu machen.
Heute ist aber ein Ende abzusehen.
Ein Problem gibt es noch, mein linkes Bein ist geschwollen. Die Arzte wissen trotz einiger Untersuchungen nicht woher es kommt. Morgen werden die Venen untersucht. Dadurch kann man feststellen ob eine Thrombose vorhanden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich mit Sitzbelastung anfangen. Außerdem soll Morgen noch eine MRT der BWS durchgeführt werden.
Eben kam der Stationsarzt in das Zimmer und sagte mir, dass im Anschluss an den Aufenthalt hier in Bochum eine Reha genehmigt ist. In der nächsten Woche werde ich wahrscheinlich wieder zurück in die Godeshöhe gehen.
Dann heißt es neues Spiel neues Glück. Zuerst werde ich vor allem Beweglichkeit und Kraft benötigen. Dies sind die Eigenschaften, die ich in den mehr als 8 Wochen im Bett am meisten verloren habe. Mit einem Satz ausgedrückt: „Ich bin beweglich wie eine Eisenbahnschiene aber nicht so stark“. In der Fachsprache nennt man das „mobilisieren“.
Nach meiner Einschätzung heute, benötige ich dann 6-8 Wochen um wieder einigermaßen fit zu werden. Wenn alles gut geht, werde ich dann frühestens Mitte Juni, Anfang Juli wieder an das Arbeiten denken können. Ob die mich da noch kennen?
Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Zum einem gibt es da Murphys Gesetz oder anders gesagt: “Es kommt anders als man denkt.“ Auf jeden Fall hat sich Murphys Gesetz bisher in den letzten 7 Monaten bewahrheitet. Zumindest was den Verlauf meines Gesundheitszustandes bewahrheitet hat.
Zurzeit höre ich wieder Musik um die Zeit totzuschlagen. Bei gewissen Titeln kommen dann Erinnerungen hoch. Gute und schlechte.
Mal sehen was die Untersuchungen morgen bringen.
B. Pasman
Dienstag, 7. April 2009
06.04.09 199. Tag
06.04.09 199. Tag
Hallo zusammen,
ich möchte noch mal ein kleines Update schreiben, wie es mir in der letzten Zeit ergangen ist.
Ein paar Tage nach der OP bekam ich schlagartig hohes Fieber. Das Fieber wurde mit verschiedenen Antibiotika bekämpft. Unter anderem hatte ich einen ESBL Keim.
Bis gestern bekam ich 4 mal am Tag Antibiotika intravenös. Eine von den Pullen wurde per Werttransport geliefert (nicht so ganz war), so teuer war das.
Meine Lage hat sich ansonsten in den letzten Wochen nicht verändert. Ich darf immer noch nicht sitzen. Somit liege ich seit 7 Wochen im Bett ohne aufzustehen. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt.
Die letzte Zeit habe bis zu 90% des Tages geschlafen. Kurz nachdem ich die Augen geschlossen hatte, war ich schon am schlafen.
Letzte Woche ist noch ein CT des Unterleibes gemacht worden. Hier wurde eine entzündliche Veränderung festgestellt. Was das im Endeffekt bedeutet werde ich in einiger Zeit wissen.
Seit fast 2 Wochen habe ich jetzt eine Wechseldruckmatratze, dies deshalb, weil am Rücken und Gesäß sich einige Rötungen gebildet haben. Wenn man jetzt nicht aufpasst, habe ich ratz fatz den nächsten Dekubitus.
Eigentlich wollte ich am Samstag den 21.03. etwas schreiben, dies weil es dann genau 184 Tage waren, also genau über einem ½ Jahr. Wie oben beschrieben, konnte ich mich aber nicht aufraffen etwas Sinnvolles zu schreiben.
Wie es jetzt weitergeht, kann ich im Moment nicht sagen.
B. Pasman
Hallo zusammen,
ich möchte noch mal ein kleines Update schreiben, wie es mir in der letzten Zeit ergangen ist.
Ein paar Tage nach der OP bekam ich schlagartig hohes Fieber. Das Fieber wurde mit verschiedenen Antibiotika bekämpft. Unter anderem hatte ich einen ESBL Keim.
Bis gestern bekam ich 4 mal am Tag Antibiotika intravenös. Eine von den Pullen wurde per Werttransport geliefert (nicht so ganz war), so teuer war das.
Meine Lage hat sich ansonsten in den letzten Wochen nicht verändert. Ich darf immer noch nicht sitzen. Somit liege ich seit 7 Wochen im Bett ohne aufzustehen. So habe ich mir das alles nicht vorgestellt.
Die letzte Zeit habe bis zu 90% des Tages geschlafen. Kurz nachdem ich die Augen geschlossen hatte, war ich schon am schlafen.
Letzte Woche ist noch ein CT des Unterleibes gemacht worden. Hier wurde eine entzündliche Veränderung festgestellt. Was das im Endeffekt bedeutet werde ich in einiger Zeit wissen.
Seit fast 2 Wochen habe ich jetzt eine Wechseldruckmatratze, dies deshalb, weil am Rücken und Gesäß sich einige Rötungen gebildet haben. Wenn man jetzt nicht aufpasst, habe ich ratz fatz den nächsten Dekubitus.
Eigentlich wollte ich am Samstag den 21.03. etwas schreiben, dies weil es dann genau 184 Tage waren, also genau über einem ½ Jahr. Wie oben beschrieben, konnte ich mich aber nicht aufraffen etwas Sinnvolles zu schreiben.
Wie es jetzt weitergeht, kann ich im Moment nicht sagen.
B. Pasman
Mittwoch, 18. März 2009
18.03.09 180. Tag
18.03.09 180. Tag
Hallo zusammen,
Ich bin jetzt seit 4 1/2 Wochen in Bochum. Glaube ich jedenfalls.
Der Oberarzt hat gestern Morgen die OP-Wunde untersucht.
Weil immer noch Wundsekret aus der Wunde austrat und eine Verhärtung in der Tiefe zu fühlen war, wurde die Wunde wieder geöffnet.
Das ist wie Mensch ärgere dich nicht spielen, wenn man kurz vor dem Ziel rausgeschmissen wird.
Also habe ich 3 Wochen verloren. Jetzt muss ich noch ca. 3 Wochen flach liegen. Somit werden es in der Summe mindestens 7 Wochen sein in denen ich nur im Bett gelegen habe.
Auf der einen Seite will ich wieder sitzen, auf der anderen Seite graust mir davor. Dies einfach deshalb, weil meine Muskulatur gewaltig geschrumpft ist.
Ich schätze mal, dass ich frühestens zu Ostern die Klinik verlassen kann. Dies aber auch nur, wenn alles optimal läuft.
Jetzt bekomme ich auch wieder ein Antibiotikum intravenös. Dies ist das 4-5 mal wo ich Antibiotikum im Verlauf meiner Krankheit bekomme. Mein Immunsystem wird sich freuen.
Milde ausgedrückt ist der Funfaktor momentan nicht vorhanden.
Gleichzeitig überkommt mich eine Müdigkeit in Verbindung mit einer Lustlosigkeit.
Noch eine Info, die ich total vergessen habe. Hier in Bochum habe ich auf einmal keinen MRSA mehr.
B. Pasman
Hallo zusammen,
Ich bin jetzt seit 4 1/2 Wochen in Bochum. Glaube ich jedenfalls.
Der Oberarzt hat gestern Morgen die OP-Wunde untersucht.
Weil immer noch Wundsekret aus der Wunde austrat und eine Verhärtung in der Tiefe zu fühlen war, wurde die Wunde wieder geöffnet.
Das ist wie Mensch ärgere dich nicht spielen, wenn man kurz vor dem Ziel rausgeschmissen wird.
Also habe ich 3 Wochen verloren. Jetzt muss ich noch ca. 3 Wochen flach liegen. Somit werden es in der Summe mindestens 7 Wochen sein in denen ich nur im Bett gelegen habe.
Auf der einen Seite will ich wieder sitzen, auf der anderen Seite graust mir davor. Dies einfach deshalb, weil meine Muskulatur gewaltig geschrumpft ist.
Ich schätze mal, dass ich frühestens zu Ostern die Klinik verlassen kann. Dies aber auch nur, wenn alles optimal läuft.
Jetzt bekomme ich auch wieder ein Antibiotikum intravenös. Dies ist das 4-5 mal wo ich Antibiotikum im Verlauf meiner Krankheit bekomme. Mein Immunsystem wird sich freuen.
Milde ausgedrückt ist der Funfaktor momentan nicht vorhanden.
Gleichzeitig überkommt mich eine Müdigkeit in Verbindung mit einer Lustlosigkeit.
Noch eine Info, die ich total vergessen habe. Hier in Bochum habe ich auf einmal keinen MRSA mehr.
B. Pasman
Samstag, 28. Februar 2009
28.02.2009 162. Tag
28.02.2009 162. Tag
Hallo zusammen,
Ich bin jetzt seit fast 2 Wochen in Bochum.
Am vorletzten Dienstag wurde die Wunde zuerst operativ gereinigt. Seitdem liege ich im Bett.
Am Montag wurde die Wunde dann zugenäht.
Die Betten sind hier über 20 Jahre alt. Deswegen sind nur manuell und nicht elektrisch zu verstellen.
Also liege ich fast völlig hilflos im Bett.
Das Kopfteil des Bettes darf maximal 30 Grad angewinkelt werden. Aus diesem Grund bin ich nicht in der Lage selber zu kathedern. So kommt jede 4 Stunden ein Pfleger oder Pflegerin und führt dies durch.
Auch etwas zu schreiben ist anstrengend, da ich nicht vernünftig sitzen kann.
Mehrmals am Tag werde ich auch im Bett anders gelagert. Dies wird gemacht um keine Druckstellen zu bekommen.
Da ich körperlich nichts mehr tue, habe ich jede Menge Kraft verloren. Außerdem tun mir alle Knochen weh, die noch mit Nerven ausgestattet sind, die mit dem Hirn verbunden sind.
Ich werde noch mindestens eine Woche so im Bett bleiben müssen.
Danach darf ich pro Tag 2 mal eine halbe Stunde sitzen.
Bis ich einigermaßen normal mich bewegen darf, werden 6 Wochen vergehen.
Den Popo voll belasten, darf ich nach 10-12 Wochen.
B. Pasman
Hallo zusammen,
Ich bin jetzt seit fast 2 Wochen in Bochum.
Am vorletzten Dienstag wurde die Wunde zuerst operativ gereinigt. Seitdem liege ich im Bett.
Am Montag wurde die Wunde dann zugenäht.
Die Betten sind hier über 20 Jahre alt. Deswegen sind nur manuell und nicht elektrisch zu verstellen.
Also liege ich fast völlig hilflos im Bett.
Das Kopfteil des Bettes darf maximal 30 Grad angewinkelt werden. Aus diesem Grund bin ich nicht in der Lage selber zu kathedern. So kommt jede 4 Stunden ein Pfleger oder Pflegerin und führt dies durch.
Auch etwas zu schreiben ist anstrengend, da ich nicht vernünftig sitzen kann.
Mehrmals am Tag werde ich auch im Bett anders gelagert. Dies wird gemacht um keine Druckstellen zu bekommen.
Da ich körperlich nichts mehr tue, habe ich jede Menge Kraft verloren. Außerdem tun mir alle Knochen weh, die noch mit Nerven ausgestattet sind, die mit dem Hirn verbunden sind.
Ich werde noch mindestens eine Woche so im Bett bleiben müssen.
Danach darf ich pro Tag 2 mal eine halbe Stunde sitzen.
Bis ich einigermaßen normal mich bewegen darf, werden 6 Wochen vergehen.
Den Popo voll belasten, darf ich nach 10-12 Wochen.
B. Pasman
Sonntag, 15. Februar 2009
15.02.09 149. Tag
15.02.09 149. Tag
Hallo zusammen,
ich war in Bochum.
Nach der Untersuchung meinte die Ärztin, dass 5-6 Tage wohl nicht so ganz zutreffen würde. Es würden eher 5-6 Wochen zutreffen, bevor ich an eine Anschlussreha denken könnte.
Dann habe ich mich entschlossen, am Montag nach Bochum zu gehen (oder fahren). Dann werde ich im Verlauf sehen, wie es voran geht.
Jetzt ist das Zimmer in der Godeshöhe von 4 ½ Monaten Aufenthalt geleert.
Morgen geht es dann nach Bochum in die Bergmannsheil Klinik.
Der Notebook geht erst mal nicht mit nach Bochum. Also wird der nächste Post auf sich warten lassen.
Bis die Tage …..
B. Pasman
Hallo zusammen,
ich war in Bochum.
Nach der Untersuchung meinte die Ärztin, dass 5-6 Tage wohl nicht so ganz zutreffen würde. Es würden eher 5-6 Wochen zutreffen, bevor ich an eine Anschlussreha denken könnte.
Dann habe ich mich entschlossen, am Montag nach Bochum zu gehen (oder fahren). Dann werde ich im Verlauf sehen, wie es voran geht.
Jetzt ist das Zimmer in der Godeshöhe von 4 ½ Monaten Aufenthalt geleert.
Morgen geht es dann nach Bochum in die Bergmannsheil Klinik.
Der Notebook geht erst mal nicht mit nach Bochum. Also wird der nächste Post auf sich warten lassen.
Bis die Tage …..
B. Pasman
Donnerstag, 12. Februar 2009
12.02.09 146. Tag
12.02.09 146. Tag
Hallo zusammen,
heute Morgen kam vom Oberarzt die Frage, welche Variante ich ausgewählt hätte.
Meine Antwort war Operation in Bochum.
Eine Stunde später wurde ich informiert, dass ich Morgen am Freitag um 6:30 abgeholt werde.
Wenn alles gut verläuft, soll ich nach 5-6 Tagen wieder zurück in die Godeshöhe kommen.
Ich werde das Notebook nicht mit nach Bochum nehmen, also ist dies der letzte Post bis zu meiner Rückkehr.
Danach wird einige Zeit Bettruhe angesagt sein.
B. Pasman
Hallo zusammen,
heute Morgen kam vom Oberarzt die Frage, welche Variante ich ausgewählt hätte.
Meine Antwort war Operation in Bochum.
Eine Stunde später wurde ich informiert, dass ich Morgen am Freitag um 6:30 abgeholt werde.
Wenn alles gut verläuft, soll ich nach 5-6 Tagen wieder zurück in die Godeshöhe kommen.
Ich werde das Notebook nicht mit nach Bochum nehmen, also ist dies der letzte Post bis zu meiner Rückkehr.
Danach wird einige Zeit Bettruhe angesagt sein.
B. Pasman
Mittwoch, 11. Februar 2009
11.02.09 145. Tag
11.02.09 145. Tag
Hallo zusammen,
nach 2 Tagen Antibiotikum aus der Flasche scheint das Fieber etwas runter zu gehen.
Gestern war ich fast den ganzen Tag im Bett. Ich bin 3 mal aufgestanden, aber jedes Mal nach kurzer Zeit hatte ich das Bedürfnis mich hinzulegen.
Heute war sehr schwer aufzustehen, aber im Laufe des Tages ging es dann besser.
Am Nachmittag kam dann der Oberarzt und wollte mit mir reden.
Das Thema war Dekubitus.
Er sagte es gäbe momentan 3 Möglichkeiten.
1. Behandlung wie gehabt und hoffen, dass der Dekubitus zu geht.
2. Operation in Bonn, wobei der Arzt eine lange Warteliste hat.
3. Operation in Bochum in der Bergmannsheilklinik, wo die Operation schnell durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil von Bochum ist, dass dort auch ein Querschnittszentrum ist.
Nach ca. 6 Wochen ist das Gesäß dann wieder voll belastbar, wobei aber auch einige Zeit im Bett notwendig ist.
Morgen bei der Oberarztvisite soll ich sagen wozu ich mich entschieden habe.
Das Problem ist jetzt, dass ich keine Münze mit 3 Seiten habe.
Diese Nacht werde ich darüber nachdenken.
B. Pasman
Hallo zusammen,
nach 2 Tagen Antibiotikum aus der Flasche scheint das Fieber etwas runter zu gehen.
Gestern war ich fast den ganzen Tag im Bett. Ich bin 3 mal aufgestanden, aber jedes Mal nach kurzer Zeit hatte ich das Bedürfnis mich hinzulegen.
Heute war sehr schwer aufzustehen, aber im Laufe des Tages ging es dann besser.
Am Nachmittag kam dann der Oberarzt und wollte mit mir reden.
Das Thema war Dekubitus.
Er sagte es gäbe momentan 3 Möglichkeiten.
1. Behandlung wie gehabt und hoffen, dass der Dekubitus zu geht.
2. Operation in Bonn, wobei der Arzt eine lange Warteliste hat.
3. Operation in Bochum in der Bergmannsheilklinik, wo die Operation schnell durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil von Bochum ist, dass dort auch ein Querschnittszentrum ist.
Nach ca. 6 Wochen ist das Gesäß dann wieder voll belastbar, wobei aber auch einige Zeit im Bett notwendig ist.
Morgen bei der Oberarztvisite soll ich sagen wozu ich mich entschieden habe.
Das Problem ist jetzt, dass ich keine Münze mit 3 Seiten habe.
Diese Nacht werde ich darüber nachdenken.
B. Pasman
Montag, 9. Februar 2009
09.02.09 143. Tag
09.02.09 143. Tag
Hallo zusammen,
seit rund 10 Tagen habe zwischen 38.x und 39.5 Fieber, dies im Allgemeinen am Abend.
Dies schlaucht schon etwas oder auch mehr. Dann gibt es immer 2 Paracetamol und das Fieber geht dann zurück.
Ich glaube heute habe ich keine Temperatur, hoffen wir mal das Beste.
Die Vakuumpumpe scheint heute wieder weiblich zu sein, sie ist heute permanent am Meckern. Vermutlich ist da eine kleine Undichtigkeit und das Teil zieht Falschluft.
Demnach ist heute die Therapie der Pumpe nicht immer gegeben.
Morgen kommt der Wundmanager und macht den Verband neu.
Mittlerweile habe ich am rechten Trochanter, ja so was gibt es, eine rote Stelle. Wer wissen will was das ist, kann in Wikipedia nachsehen.
Wenn ich nun weiterhin auf der rechten Seite schlafe, laufe ich Gefahr da den nächsten Dekubitus zu kriegen. Die einzige Variante ist nun auf dem Bauch zu schlafen.
Wenn das nicht mehr geht, buche ich einen Flug in den Weltraum, dort kann ich dann frei schweben.
Heute Abend ergab die amtliche Messung 39,5 Grad. Das ist Einstellung des Rekords!
Die Antibiotika muss ich jetzt nicht mehr schlucken.
Das ist doch eine positive Nachricht!!
Stattdessen habe ich nun einen Zugang im linken Arm. Dort bekomme ich nun 3 mal täglich eine Infusion mit einem anderen Antibiotikum. Je nach Verlauf wird es 10 Tage dauern.
Die erste Infusion bekomme ich dann vom Nachtdienst und letzte wahrscheinlich auch.
Positiv war heute das erste mal wieder etwas Krafttraining zu machen. Das hat Spaß gemacht.
Das ist ein kleiner Schritt aus dem Kiesbett.
B. Pasman
Donnerstag, 5. Februar 2009
05.02.09 139. Tag
05.02.09 139. Tag
Hallo zusammen,
mal wieder habe ich mich entschlossen ein paar Zeilen zu schreiben.
Was gibt es neues?
Die Begleiterin ist mittlerweile ein Begleiter, durch geschickte Verlegung des Vakuumschlauches wurde sie ruhig gestellt.
Jetzt gibt nur noch mecker wenn der Akku leer ist oder das Gerät aus Versehen ausgeschaltet wurde.
Die Vakuumtechnik soll die Wundheilung beschleunigen, langsamer ist auch schwierig.
Seit gestern darf ich noch anderes Antibiotikum schlucken, weil im Urin irgendein anderer Keim festgestellt wurde.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich magnetisch bin und die ……. anziehe.
Wenn ich die Tabletten sortiere ist es schon eine aufwendige Arbeit.
Da gibt es dann die kleinen blau-weißen, die großen blau-weißen, die großen weißen,
die ganz kleinen weißen, die mittelgroßen weißen und die roten.
Dazu noch die Spritzen und ein paar Tropfen.
Frühstück und Abendessen könnte ich da fast ausfallen lassen. OK ist schon etwas übertrieben, aber nicht so weit hergeholt.
Der Deku und MRSA haben mich um Wochen zurückgeworfen.
Ich komme mir vor als wenn ich im Kiesbett wäre. Wann wird die Straße wieder asphaltiert sein?
Meine Fitness ist bedeutend schlechter als vor 2 Monaten. Was ich damals konnte, kann ich heute zum Teil nicht mehr.
Das ist schon frustrierend wenn man will aber nicht kann.
Man kann dies nur unter Erfahrung abbuchen.
Die Bedingungen hier sind sicher sehr gut. Es gibt momentan auch keine Alternative.
Her ist sicher der beste Ort um den Deku los zu werden.
Meine Wunsch so bald wieder arbeiten zu gehen wird sich wahrscheinlich nicht erfüllen.
Umso länger ich aus dem Job raus bin, umso schwieriger wird der Wiedereinstieg.
Die E-Mails die ich empfange sind nur noch solche, wie der PKW GM-XY 123 hat Licht angelassen oder Abschiedsmails von Kollegen die die Firma verlassen.
Dazu kann man noch viel schwärzer denken, aber lassen wir dies. Ich glaube jeder kann sich vorstellen, was ich damit meine.
Mal sehen wie der Deku morgen ausschaut. Ich habe die Hoffnung, dass er bedeutend besser geworden ist.
Allerdings hat die Temperaturmessung eben 37,9 angezeigt. Das ist zumindest nicht positiv, weil jeder Infekt meine Immunabwehr schwächt und dies die Wundheilung verlangsamt.
B. Pasman
Sonntag, 1. Februar 2009
01.02.09 135. Tag
01.02.09 135. Tag
Hallo zusammen,
es sind mal wieder einige Tage vergangen wo ich nichts geschrieben habe
So hat sich aber einiges angesammelt.
In der ersten Wochenhälfte war nichts besonderes, halt nur die normalen Anwendungen.
Am Freitag waren die meisten Ereignisse.
Zum einem habe ich seit Freitag einen neuen Begleiter oder wahrscheinlich besser gesagt eine Begleiterin.
Jetzt kann man fragen warum es eine Begleiterin ist. Das Geschöpf ist fast immer am meckern.
Nur wenn ich auf der rechten Seite liege, hats garantiert a Ruh.
Zur Erklärung, es handelt sich hier um eine Vakuumpumpe, die das Wundsekret an meinem Deku absaugt.
Dadurch werden die Wundränder trocken gehalten und die Heilung soll beschleunigt werden.
Da der Deku nun mal da ist, wo man drauf sitzt, werden die Schläuche mehr oder weiniger gequetscht und die Pumpe meckert.
Dazu kam am Samstag noch etwas hohes Fieber und so war mehr oder weniger am Bett gefesselt. Das Mit dem Fieber fing schon am Freitag an, nur am Samstag war es richtig mies.
Heute ist das Fieber dank Paracetamol und Antibiotika wirder weg.
Am Freitag wurde auch meine Schulter geröntgt, die Aussage nach dem Röntgen, die Schulter ist OK.
Jetzt wo ich im Bett sitze und den Blog schreibe, meckert die Tante wieder, das Teil ist garantiert weiblich.
Was ich seit einiger Zeit auch ist so etwas wie Wehen. Wenn dies wirklich Wehen sind, komme ich möglicherweise in das Guinness Buch der Rekorde.
Aber wahrscheinlich haben die Ärzte recht. Die sagen es wären Spastiken.
Dies fing mit Zuckungen in den Beinen an, wenn ich abends mich ins Bett legte. Was ich jetzt seit ca. 2 Wochen sind Muskelspannungen in der Bauchdecke. Die treten besonders auf, wenn ich den Sitzwinkel im Bett ändere. Also aus dem Sitzen ins Liegen. Teilweise sind die recht heftig. Was in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte waren Muskelanspannungen in der Bauchdecke wenn ich einatmete. Das ist schon sehr unangenehm. Dies verging dann aber wieder.
Dies tritt bisher nur auf, wenn ich Bett liege. Zumindest nehme ich es bis nur dort wahr.
Jetzt sitze ich im Bett meine „Begleiterin meckert“ und wenn ich meine Beine anfasse kriege ich Wehen. Das soll mir mal jemand nachmachen.
Was gibt’s sonst noch, mein in der Physiotherapeut in der Ausbildung hatte am Freitag hier seinen letzten Tag. Schade, der Junge war wirklich gut.
Eben habe ich meinen neuen Plan bekommen. Laut dem Plan bekomme ich ab Mittwoch einen oder eine neue. Was würde Franz Sagen „Schaun wir mal“.
Wegen der Pumpe und dem Deku bin ich dieses Wochenende in der Klinik geblieben. Auf jeden Fall war das die richtige Entscheidung.
Gerade eben hat der Pfleger Temperatur gemessen, 39,5. Ich habe es zuerst nicht geglaubt.
Also neben Antibiotika noch Paracetamol.
Jetzt werde ich mich hinlegen …
B. Pasman
Montag, 26. Januar 2009
26.01.09 129. Tag
26.01.09 129. Tag
Hallo zusammen,
es sind mal wieder 5 Tage vergangen, wo ich nichts geschrieben habe.
Es gibt auch nicht viel zu berichten.
Ich habe immer noch ein Einzelzimmer wegen MRSA, wobei ich mittlerweile ohne Mundschutz und Handschuhen das Zimmer verlassen darf. MRSA ist nur in der Wunde und sonst nirgendwo.
Meine Anwendungen sind immer noch stark reduziert wegen dem Dekubitus. Zu Zeit habe ich nur 2 Anwendungen pro Tag. Einmal Physiotherapie eines Schülers und halt die normale Physiotherapie. Den Rest des Tages habe ich nichts zu tun. So verbringe ich viel Zeit im Bett um mein Gesäß zu schonen. Wenn mir dann nach einiger Zeit die Knochen weh tun, stehe ich auf und drehe eine Runde im Rolli.
Schön ist wenn die Sonne scheint und die Sonnenstrahlen einen etwas verwöhnen.
Wenn ich dann bei schönen Wetter andere Leute sehe, die Mit dem Rad fahren oder eine Runde laufen, würde ich am liebsten mich auch aufs Rad schwingen und eine Runde drehen.
Tja geht nicht…
Mein Tagesablauf ist momentan schon recht eintönig, darum schreibe ich auch so wenig. Es gibt kaum noch Sachen die ich dazu lerne, im Gegenteil ich mache ganz klar Rückschritte.
Dazu kommt das Handicap mit dem Deku und die Schmerzen die ich in den Schultern habe.
Mein persönlicher Plan im März wieder langsam anzufangen zu arbeiten wird durch den Deku nicht positiv beeinflusst.
Solche sportlichen Leistungen wie im November, wo ich nach dem Frühstück mal eben bis zur Russischen Botschaft gefahren bin, würde ich heute nicht mehr schaffen. Zum einem von der Kraft plus den Problemen in der Schulter.
Am Samstag bin ich mit dem Rolli von Aldi nach Hause mit dem Rolli gefahren. An einer Stelle war bedingt durch eine Einfahrt ein Stück besonders steil. Da kam dann ein Mädchen und hat mich ca 30 m geschoben. Wahrscheinlich hat sie später erzählt, dass sie einem älteren Mann geholfen hat.
Da habe ich ganz klar gesehen, wie mein momentaner Stand der Fitness ist.
Wenn ich so nach oben schaue wiederhole ich immer die gleichen Sachen. Es gibt auch keine nennenswerten Neuigkeiten.
Ein Einzelzimmer zu haben ist zwar hier und ganz schön, aber auf der anderen Seite auf Dauer ganz schön langweilig.
B. Pasman
Mittwoch, 21. Januar 2009
21.01.09 124. Tag
21.01.09 124. Tag
Hallo zusammen,
in den letzten Tagen habe ich nicht geschrieben.
Dies in erster Linie weil es nicht zu berichten gab.
In den letzten Tagen habe ich 4 Bücher gelesen. Soviel habe ich sonst nur zeitweise im Urlaub gelesen, wenn ich ein paar Tage alleine in Alicante war.
Aus folgenden Gründen habe ich viel gelesen.
1. Weil ich die Ruhe hatte zu lesen.
2. Um meinen Dekubitus zu schonen, habe ich meistens im Bett gelesen.
Eins meiner Hauptprobleme ist zurzeit neben MRSA ganz der Dekubitus. Wenn ich sehe seit wann ich den habe und wie langsam sich das ändert, werde ich noch einige Zeit damit kämpfen müssen.
Gestern und heute habe ich wieder die Erfahrung gemacht, dass extreme körperliche Anstrengung die Verdauung fördert. Dies jedes Mal mit Schmutzeffekten an der unteren Kleidung. Man das geht mir auf den ………
Wir haben geübt wie ich alleine wieder ins Bett komme und auch in den Rolli.
Ins Bett kam ich mit dem Rolli als Hilfsmittel.
In den Rolli habe ich es nicht geschafft.
Was ich sehe ist, dass ich noch einiges an Kraft brauche oder wieder brauche um zum Beispiel alleine in den Rolli zu kommen.
Der Deku und die dadurch reduzierten sportlichen Aktivitäten, haben mich viel Kraft gekostet. Im November war ich bedeutend fitter als jetzt.
Bei der berufsbezogenen Beratung habe ich den Herrn von der Rentenversicherung leider nicht gesehen, der kam erst nachmittags.
B. Pasman
Hallo zusammen,
in den letzten Tagen habe ich nicht geschrieben.
Dies in erster Linie weil es nicht zu berichten gab.
In den letzten Tagen habe ich 4 Bücher gelesen. Soviel habe ich sonst nur zeitweise im Urlaub gelesen, wenn ich ein paar Tage alleine in Alicante war.
Aus folgenden Gründen habe ich viel gelesen.
1. Weil ich die Ruhe hatte zu lesen.
2. Um meinen Dekubitus zu schonen, habe ich meistens im Bett gelesen.
Eins meiner Hauptprobleme ist zurzeit neben MRSA ganz der Dekubitus. Wenn ich sehe seit wann ich den habe und wie langsam sich das ändert, werde ich noch einige Zeit damit kämpfen müssen.
Gestern und heute habe ich wieder die Erfahrung gemacht, dass extreme körperliche Anstrengung die Verdauung fördert. Dies jedes Mal mit Schmutzeffekten an der unteren Kleidung. Man das geht mir auf den ………
Wir haben geübt wie ich alleine wieder ins Bett komme und auch in den Rolli.
Ins Bett kam ich mit dem Rolli als Hilfsmittel.
In den Rolli habe ich es nicht geschafft.
Was ich sehe ist, dass ich noch einiges an Kraft brauche oder wieder brauche um zum Beispiel alleine in den Rolli zu kommen.
Der Deku und die dadurch reduzierten sportlichen Aktivitäten, haben mich viel Kraft gekostet. Im November war ich bedeutend fitter als jetzt.
Bei der berufsbezogenen Beratung habe ich den Herrn von der Rentenversicherung leider nicht gesehen, der kam erst nachmittags.
B. Pasman
Sonntag, 18. Januar 2009
18.01.09 121. Tag
18.01.09 121. Tag
Hallo zusammen,
heute war wie gestern ein ruhiger Tag.
Wieder viel gelesen, das dritte Buch ist fast ausgelesen.
Morgen werde ich wahrscheinlich das Ergebnis der MRSA Proben erfahren.
Ich bin gespannt was dabei rauskommt und wie die Reaktion der Ärzte ist.
Was mir momentan Sorgen macht, sind die Schmerzen in den Schultern. Zum einem sind Schmerzen nie schön, zum andern sind meine Schultern momentan mit die wichtigsten Körperteile um mobil zu sein. Für jeden Transfer aus dem Rolli ins Bett und natürlich auch zum Rollstuhlfahren. Aber das werden wir auch in den Griff kriegen.
In der nächsten Woche habe ich nur zweimal am Tag Physiotherapie, alle anderen Anwendungen sind gestrichen. So richtig bringt mich das nicht weiter.
In der folgenden Woche habe ich einen Termin berufsbezogene Beratung mit einem Mann von der Rentenversicherung. Mal sehen was der mir erzählen kann. Welche Förderungen da möglich sind.
Morgen früh ist auch wieder Visite. Im Moment weis ich nicht was ich dann sagen soll.
So jetzt werde ich in meinem Buch weiter lesen.
B. Pasman
Samstag, 17. Januar 2009
17.01.09 120. Tag
17.01.09 120. Tag
Hallo zusammen,
heute war ein Tag zum Erholen.
Keine Anwendungen, da Samstag, das Frühstück, Mittagessen und Abendessen habe ich im Bett eingenommen. Das ist Luxus. Ärgerlich sind nur später die Krümel der Mehrkornbrötchen im Bett.
Früher wäre es doppelt ärgerlich gewesen, da hätten die noch gepiekst.
Das ist dann schon ein Vorteil, man muss halt immer das Positive raussuchen.
Mittlerweile bin ich beim dritten Buch das ich lese. Ich habe lange nicht mehr soviel Ruhe gehabt um zu lesen. Dies ist auch etwas Positives.
Das Wetter war heute leider nicht so gut, aber es hat nicht geregnet, wieder was Positives.
Da ich heute wie oben beschrieben einen sehr ruhigen Tag hatte, gibt es auch nicht viel zu berichten.
Was ich noch gemacht habe mit meinem persönlichen „Revital“ Gerät eine Anwendung selber gemacht.
Zurzeit bin ich gespannt, wie das Ergebnis der MRSA Proben sind. Sehr interessant ist die Frage wenn das Ergebnis „Positiv“ ist, an welchen Stellen. Wenn es nur in der Wunde ist, habe ich mir hier eingefangen, wenn die anderen Proben auch „Positiv“ sind, ist es unklar.
Dann stellt sich auch die Frage, ob die mich sofort entlassen werden.
Auf der anderen Seite mit dem Dekubitus kann ich momentan nicht viele Übungen machen. Wobei die Versorgung des Deku’s hier natürlich optimal ist.
Nur irgendwann werde ich nach Hause kommen und das der Deku bis dahin geheilt ist, glaube ich nicht.
B. Pasman
Freitag, 16. Januar 2009
16.01.09 119. Tag
16.01.09 119. Tag
Hallo zusammen,
heute hatte ich genau zwei Anwendungen.
Die erste war Physiotherapie Schüler, das heißt ein Azubi kurz vor der Prüfung macht mit mir Übungen. Die Übungen sollen die Kräftigung der Muskulatur unterstützen. Der Junge macht das sehr gut.
Die zweite war Physiotherapie. Der Therapeut brachte mir eine Stehhilfe. Dies ist ein Rollstuhl den man hochfahren kann und praktisch fast senkrecht steht. Dies ersetzt quasi das Stehpult und hat den Vorteil, dass man auch an höher gelegene Gegenstände kommen kann.
Außerdem gibt es noch gesundheitliche Gründe so ein Teil zu haben.
Meine Quarantäne im Zimmer ist schon lästig. Ich darf zwar mit Mundschutz und Handschuhen raus, soll aber alleine im Aufzug fahren und Cafeteria und andere Menschen meiden.
Mit Schutzkleidung kann ich auch besucht werden. Am Montag wird wohl das Ergebnis der Proben da sein. Dann werden wir weiter schauen.
B. Pasman
Hallo zusammen,
heute hatte ich genau zwei Anwendungen.
Die erste war Physiotherapie Schüler, das heißt ein Azubi kurz vor der Prüfung macht mit mir Übungen. Die Übungen sollen die Kräftigung der Muskulatur unterstützen. Der Junge macht das sehr gut.
Die zweite war Physiotherapie. Der Therapeut brachte mir eine Stehhilfe. Dies ist ein Rollstuhl den man hochfahren kann und praktisch fast senkrecht steht. Dies ersetzt quasi das Stehpult und hat den Vorteil, dass man auch an höher gelegene Gegenstände kommen kann.
Außerdem gibt es noch gesundheitliche Gründe so ein Teil zu haben.
Meine Quarantäne im Zimmer ist schon lästig. Ich darf zwar mit Mundschutz und Handschuhen raus, soll aber alleine im Aufzug fahren und Cafeteria und andere Menschen meiden.
Mit Schutzkleidung kann ich auch besucht werden. Am Montag wird wohl das Ergebnis der Proben da sein. Dann werden wir weiter schauen.
B. Pasman
Donnerstag, 15. Januar 2009
15.01.09 118. Tag
15.01.09 118. Tag
Hallo zusammen,
heute gab es zuerst die Visite mit Oberarzt. Er fing sofort an von Plan „B“ zu reden.
Ob zu Hause alles vorbereitet wäre wenn ich nach Hause komme. Es ist wohl der Plan, wenn ich nur mit den Keimen kolonialisiert bin und nicht krank, mich nach Hause zu schicken. Dies hat für die Klinik 2 Vorteile. Erstens sind die besonderen Aufwendungen für die Isolierung weg, zweitens gibt es wieder ein Bett mehr in der Verfügungsmasse. Das ist für die Klinik natürlich bares Geld.
Heute habe ich aber auch mein persönliches Revital bekommen. Es ist zwar etwas angestaubt aus dem Keller, aber immerhin kann ich frei darüber verfügen.
Ansonsten habe ich heute viel gelesen und im Bett gelegen. Zwischendurch habe ich auf das Mittagessen und das Abendessen gewartet. Es war also richtig spannend heute.
Das Zimmer habe ich nur verlassen, weil ich einen Termin in der Urologie hatte.
Auf jeden Fall scheint mein Dekubitus sich zu bessern. So kann man der ganzen Sch… etwas positives abgewinnen.
B. Pasman
Mittwoch, 14. Januar 2009
14.01.09 117. Tag
14.01.09 117. Tag
Hallo zusammen,
gestern gab es zuerst ein Gespräch mit dem Oberarzt wo allgemeine Sachen besprochen wurden.
An den Behandlungen war auch nichts Besonderes.
Gegen Abend kam der Stationsarzt und meinte, dass unsere Zimmergemeinschaft aufgelöst werden müsste. Wir protestierten dagegen, allerdings als er sagte, dass ich einen Keim haben könnte der sich MRSA nennt, war jeder Protest nutzlos.
Dies bedeutet für mich, ich auf dem Zimmer bleiben soll. Dies für ca 14 Tage wenn alles gut geht. Die Therapien die gemacht werden können werden auf dem Zimmer gemacht.Es sind aber nur noch wenige.
Allerdings meinte die Oberschwester, dass ich mit Mundschutz und Umhang das Zimmer verlassen könnte. Allerdings soll ich alleine im Aufzug fahren und Plätze mit vielen Leuten meiden.
Das Problem ist, dass der Keim resistent gegen normale Antibiotika ist.
Insbesondere für alte und geschwächte Menschen ist der Keim gefährlich.
Positiv ist dies für meinen Dekubitus zu sehen, weil ich noch mehr Zeit im Bett verbringe.
B. Pasman
Hallo zusammen,
gestern gab es zuerst ein Gespräch mit dem Oberarzt wo allgemeine Sachen besprochen wurden.
An den Behandlungen war auch nichts Besonderes.
Gegen Abend kam der Stationsarzt und meinte, dass unsere Zimmergemeinschaft aufgelöst werden müsste. Wir protestierten dagegen, allerdings als er sagte, dass ich einen Keim haben könnte der sich MRSA nennt, war jeder Protest nutzlos.
Dies bedeutet für mich, ich auf dem Zimmer bleiben soll. Dies für ca 14 Tage wenn alles gut geht. Die Therapien die gemacht werden können werden auf dem Zimmer gemacht.Es sind aber nur noch wenige.
Allerdings meinte die Oberschwester, dass ich mit Mundschutz und Umhang das Zimmer verlassen könnte. Allerdings soll ich alleine im Aufzug fahren und Plätze mit vielen Leuten meiden.
Das Problem ist, dass der Keim resistent gegen normale Antibiotika ist.
Insbesondere für alte und geschwächte Menschen ist der Keim gefährlich.
Positiv ist dies für meinen Dekubitus zu sehen, weil ich noch mehr Zeit im Bett verbringe.
B. Pasman
Montag, 12. Januar 2009
12.01.09 115. Tag
12.01.09 115. Tag
Hallo zusammen,
heute war wieder Visite. Der Doc meinte Priorität hätte zur Zeit der Dekubitus.
Zwei drittel sehen ganz gut aus, aber ein drittel zeigt eine Taschenbildung. Dies ist zumindest kein gutes Zeichen. So eine Tasche kann schnell zu einem Loch ausarten.
Ich habe mir schon selber Schonung verschrieben. Also bleiben wir auch dabei.
Unter Umständen könnte dies meinen Aufenthalt in der Klinik verlängern.
In der Physiotherapie gab es heute ein Dekubitus schonendes Programm. Zuerst in den vier Füßler, das bedeutet auf Knie und Arme mit entsprechenden Übungen. Das Bein heben wie bei einem Hund geht leider nicht. Aber der Rücken wird gestärkt, die Armmuskulatur und natürlich auch die Schultern.
Die anderen Behandlungen waren nur Stehpult und Physiotherapie von einem Schüler, diese war allerdings sehr kurz, da die Visite wie üblich hinter dem Zeitplan zurück hing.
Dann kam ein Vertreter einer Pumpe um die Häufigkeit des Stuhlgangs zu reduzieren. Dieses Teil probieren wir seit einiger Zeit aus, aber ohne den gewünschten Erfolg. Mal sehen wie es mit seinen Ratschlägen in Zukunft funktioniert.
So gesehen war es ein normaler Rehatag.
B. Pasman
Hallo zusammen,
heute war wieder Visite. Der Doc meinte Priorität hätte zur Zeit der Dekubitus.
Zwei drittel sehen ganz gut aus, aber ein drittel zeigt eine Taschenbildung. Dies ist zumindest kein gutes Zeichen. So eine Tasche kann schnell zu einem Loch ausarten.
Ich habe mir schon selber Schonung verschrieben. Also bleiben wir auch dabei.
Unter Umständen könnte dies meinen Aufenthalt in der Klinik verlängern.
In der Physiotherapie gab es heute ein Dekubitus schonendes Programm. Zuerst in den vier Füßler, das bedeutet auf Knie und Arme mit entsprechenden Übungen. Das Bein heben wie bei einem Hund geht leider nicht. Aber der Rücken wird gestärkt, die Armmuskulatur und natürlich auch die Schultern.
Die anderen Behandlungen waren nur Stehpult und Physiotherapie von einem Schüler, diese war allerdings sehr kurz, da die Visite wie üblich hinter dem Zeitplan zurück hing.
Dann kam ein Vertreter einer Pumpe um die Häufigkeit des Stuhlgangs zu reduzieren. Dieses Teil probieren wir seit einiger Zeit aus, aber ohne den gewünschten Erfolg. Mal sehen wie es mit seinen Ratschlägen in Zukunft funktioniert.
So gesehen war es ein normaler Rehatag.
B. Pasman
Sonntag, 11. Januar 2009
11.01.09 114. Tag
11.01.09 114. Tag
Hallo zusammen,
10.01.09 113. Tag
11.01.09 114. Tag
dieses Wochenende bleibe in erster Linie aus Gründen der Witterung noch mal in der Klinik.
Ich bin dann direkt von den Schwestern gefragt worden warum ich denn nicht nach Hause fahren würde. Meine Antwort war dann, erstens wegen des Wetters und zweitens ist meine Schwiegermutter zu Hause. Besonders bei dem zweiten Grund kam dann ein verständnisvolles Grinsen.
Ist doch toll wie man immer wieder mit Klischees arbeiten kann.
So ein ruhiges Wochenende hat aber noch andere Vorteile. Zum einem tut dies meinem Dekubitus gut, wenn ich lange Zeit ruhig im Bett liege. Die Transfers vom Rolli in und aus dem Auto sind da immer so eine Sache, weil diese über das Rutschbrett gehen und dies immer mal gerne mit einem Kontakt an dem Reifen vonstatten gehen. Dabei kann es schnell mal eine nicht gewollte Belastung auf die Wunde geben.
Außerdem fand ich die Ruhe ein Buch zu lesen. Das Buch heißt Vollidiot von Tommy Jaud.
Das erste mal nach der OP habe ich die Ruhe gefunden ein Buch zu lesen. Ich habe zwar nach der OP eins angefangen, aber nach einiger Zeit komplett den Faden verloren, weil ich immer nur ein paar Seiten geschafft habe. Außerdem habe ich ein paar Seiten mehrmals gelesen. Danach habe ich damit wieder aufgehört.
Noch ein Vorteil, ich habe am Samstag wieder geduscht!!!
B. Pasman
Freitag, 9. Januar 2009
09.01.09 112. Tag
09.01.09 112. Tag
Hallo zusammen,
08.01.09 111. Tag
heute war Visite mit Oberarzt. Wir haben besprochen welche Therapien jetzt sinnvoll sind, da der Rollstuhlsport und Rollstuhltraining ja nicht mehr anstehen wegen dem Deku.
Also werde ich wieder Krafttraining machen, was seinerzeit wegen dem Rollisport gestrichen wurde.
Gegen Mittag ging es dann zur Uniklinik nach Köln. Ich wurde in einen großen Mercedes Transporter reingefahren. Der Rolli wurde auf dem Boden verzurrt und ich bekam einen Beckengurt um den Bauch. Mein Oberkörper wackelte in jeder Kurve und bei jedem bremsen und beschleunigen. Für mich war es eher ein Viehtransport als ein Taxi. Ich habe mich dann fast die ganze Zeit irgendwo festgehalten. Irgendwann sind mir dann die Hände eingeschlafen.
Wenn ich wieder einen Transport haben werde, möchte ich ein ganz normales Taxi haben.
Das Ergebnis der Vorstellung in Köln ist ähnlich wie hier in der Godeshöhe. Das einzige was neu war, ist das erst nach einem Jahr eine endgültige Aussage getroffen werden kann. Aber viel Hoffnung gab es nicht.
Die Rückfahrt war genauso wie die Hinfahrt, ein gutes Armtraining.
09.01.09 112.Tag
Der Oberarzt sprach mich heute an, er wollte mit mir unter 4 Augen reden.
Wir sprachen ab, dass wir uns um 14:00 Uhr in meinem Zimmer treffen.
Ich war um 14:00 in meinem Zimmer. Gegen 15:15 habe ich mich dann wegen meinem Deku ins Bett gelegt. Nach kurzer Zeit bin ich dann eingeschlafen und gegen 18:15 wieder aufgewacht. Gerade noch passend zum Abendessen.
In der nächsten Woche ist ja auch noch Zeit zu reden.
B. Pasman
Mittwoch, 7. Januar 2009
07.01.09 110. Tag
05.01.09 108. Tag
Hallo zusammen,
der erste normale Rehatag im neuen Jahr.
Zuerst die Visite, die wie immer verlief. Gegen die Beschwerden soll ich Medikamente nehmen. Das ist aber vermutlich nur eine Bekämpfung der Symptome und nicht der Ursachen. Mal sehen ob es hilft.
Die anderen Anwendungen verliefen wie gehabt.
06.01.09 109. Tag
Um 16:00 Uhr hatte ich noch PNF-Physio, dies ist eine Form von Physiotherapie, wo durch bestimmte Bewegungen andere Muskel mobilisiert werden. Zumindest ist dies bei die Zielsetzung. So kann man durch bestimmte Bewegungen der Arme sich im Bett drehen, wenn es nicht zu weich ist.
Die Anwendung direkt nach Mittag fiel aus. So ging ich wie vom DOC gewünscht ins Bett um meinen Dekubitus zu entlasten. Als ich im Bett lag, fiel mir ein, dass ich eigentlich kathedisieren musste. Ich war zu faul um wieder aus dem Bett zu steigen und da dachte ich im Bett dies zu erledigen. Leider kam in diesem Moment mein Zimmernachbar mit einem anderen Patienten herein. Also warte ich.
Nun wenn ich im Bett liege schlafe ich sehr schnell ein. Diesmal auch.
Als ich dann gegen 15:45 wach wurde, vernahm ich einen gewissen Geruch ………
Wie heißt der Slogan von McDonalds „Ich liebe es“.
Also muss ich öfter und stringenter dieses „Geschäft“ erledigen.
07.01.09 110. Tag
Was gibt es noch.
Die Physiotherapeuten der Sportgruppe haben mich aus dem Rollisport suspendiert.
Dies nicht wegen unsportlichem Verhaltens, sondern wegen meinem Dekubitus.
Schei,,,,,, . Dies hat immer Spaß gemacht.
Heute bin ich beim Transfer aus dem Rolli ins Bett irgendwie auf der Erde gelandet. Dies aus einem Zusammenspiel aus rutschendem Rolli und etwas Unachtsamkeit. Es ist nichts passiert, aber so was ärgert. Dies natürlich direkt nachdem de mich aus dem Rollisport geschmissen haben.
Soll ich denn jetzt den ganzen Tag im Bett verbringen?
Im Moment höre ich Cat Stevens. Sind schöne Lieder zum entspannen.
Ich werde noch bis 23:00 Uhr versuchen wach zu bleiben, um dann mein kleines Bedürfnis zu erfüllen.
Leider kann ich heute keine Bilder hochladen. Na ja dann eben nicht.
B. Pasman
Hallo zusammen,
der erste normale Rehatag im neuen Jahr.
Zuerst die Visite, die wie immer verlief. Gegen die Beschwerden soll ich Medikamente nehmen. Das ist aber vermutlich nur eine Bekämpfung der Symptome und nicht der Ursachen. Mal sehen ob es hilft.
Die anderen Anwendungen verliefen wie gehabt.
06.01.09 109. Tag
Um 16:00 Uhr hatte ich noch PNF-Physio, dies ist eine Form von Physiotherapie, wo durch bestimmte Bewegungen andere Muskel mobilisiert werden. Zumindest ist dies bei die Zielsetzung. So kann man durch bestimmte Bewegungen der Arme sich im Bett drehen, wenn es nicht zu weich ist.
Die Anwendung direkt nach Mittag fiel aus. So ging ich wie vom DOC gewünscht ins Bett um meinen Dekubitus zu entlasten. Als ich im Bett lag, fiel mir ein, dass ich eigentlich kathedisieren musste. Ich war zu faul um wieder aus dem Bett zu steigen und da dachte ich im Bett dies zu erledigen. Leider kam in diesem Moment mein Zimmernachbar mit einem anderen Patienten herein. Also warte ich.
Nun wenn ich im Bett liege schlafe ich sehr schnell ein. Diesmal auch.
Als ich dann gegen 15:45 wach wurde, vernahm ich einen gewissen Geruch ………
Wie heißt der Slogan von McDonalds „Ich liebe es“.
Also muss ich öfter und stringenter dieses „Geschäft“ erledigen.
07.01.09 110. Tag
Was gibt es noch.
Die Physiotherapeuten der Sportgruppe haben mich aus dem Rollisport suspendiert.
Dies nicht wegen unsportlichem Verhaltens, sondern wegen meinem Dekubitus.
Schei,,,,,, . Dies hat immer Spaß gemacht.
Heute bin ich beim Transfer aus dem Rolli ins Bett irgendwie auf der Erde gelandet. Dies aus einem Zusammenspiel aus rutschendem Rolli und etwas Unachtsamkeit. Es ist nichts passiert, aber so was ärgert. Dies natürlich direkt nachdem de mich aus dem Rollisport geschmissen haben.
Soll ich denn jetzt den ganzen Tag im Bett verbringen?
Im Moment höre ich Cat Stevens. Sind schöne Lieder zum entspannen.
Ich werde noch bis 23:00 Uhr versuchen wach zu bleiben, um dann mein kleines Bedürfnis zu erfüllen.
Leider kann ich heute keine Bilder hochladen. Na ja dann eben nicht.
B. Pasman
Sonntag, 4. Januar 2009
04.01.09 107. Tag
Hallo zusammen,
ich gelobe Besserung, dass ich wieder mehr schreiben werde.
Ich habe mal kontrolliert, dass ich bisher 130 Seiten in Word geschrieben habe.
Dies ist schon einiges oder?
Ein Problem ist sicher, dass immer weniger Neuigkeiten gibt, der Tagesablauf ist immer sehr ähnlich, die Vorkommnisse auch. Das erste mal wenn ich in die Hose gemacht habe, ist es vielleicht noch interessant bestimmt auch etwas lustig, auch durch die Art wie es geschrieben wird, aber irgendwann ist es Alltag, leider. Wobei dieses Problem mittlerweile sehr nachgelassen hat.
Auch sind die Eroberbahren neuen Ufer zum großen Teil erkundet und die Grenzen von dem was machbar ist werden immer deutlicher.
Wenn ein Mensch die Chance hat sich zu entwickeln ist es spannend, egal in welcher Lage er ist. Wenn er seine Grenzen kennen lernt und sieht was er nicht kann wird es Langweilig und die positive Stimmung ist bedeutend schwerer zu halten. Ich glaube dies habe ich sehr elegant ausgedrückt.
Ein Mensch braucht Ziele.
In der letzten Zeit habe bedeutend mehr Grenzen als Horizonte gesehen.
Eine lange Zeit hatte ich jeden Tag Erfolgserlebnisse in großen Mengen.
In der letzten Zeit waren dies sehr wenige, da ich mittlerweile weis was ich kann und noch viel grausamer was nicht. Hinzu kommt, dass der Dekubitus mich in meiner physischen Verfassung um einiges zurückgeworfen hat.
Dies wiederum erzeugt mehr Muskel und Gelenkschmerzen. Wenn ich mich eine gewise Zeit nicht bewegt habe, schmerzen mir die Knochen.
Auch sind meine Beschwerden, die ich unterhalb der OP habe in der letzten Zeit mehr geworden. So ein Scheiß, unten ist alles tot, nur die Schmerzen da unten kommen durch.
Insbesondere jede Bewegung im Bett überlege ich mir zweimal. Gestern fragte mich Carmen warum ich mich habe operieren lassen, wenn die Schmerzen nicht weg sind. Die Kleinen haben schon eine sehr rationale Art. Darüber darf ich nicht nachdenken. Wobei ich nur einen Teil der Schmerzen von vorher habe.
In einem gewissen Zeitraum habe ich mich auch selber immer wieder gequält, dies auch mit der Hoffnung, dass es sich lohnt.
Auch heute sind gewisse Sachen immer wieder mal auch noch eine Quälerei, da sind zu nennen besonders.
Ein Lagewechsel im Bett.
Ein – Ausstieg aus dem Auto.
Transfer aus dem Bett in den Rolli und zurück
Anziehen und ausziehen.
Wenn ich dann im Rolli sitze, mich bewegen kann und Schmerzen nach und nach nachlassen, geht es mir relativ gut.
Wenn man nun die obige Aufzählung anschaut, habe ich ggf eine Morgen und Abend Depri. Dies muss aber nicht sein.
All dies hilft nicht so direkt.
In der nächsten Woche geht der normale Rehaalltag wieder los. Mal sehen, dass ich in den letzten Wochen meine Fitness wieder verbessern kann.
Nur die Ärzte werden dann wieder schimpfen wegen dem sch… Dekubitus. Es ist also eine Gradwanderung.
Aber besser Arm dran als Arm ab, insbesondere in meinem Fall. Sonst könnte ich nur im Kreis fahren.
B. Pasman
02.01.09 105. Tag
Hallo zusammen,
mal wieder 5 Tage nichts geschrieben. Zum einem passieren nicht allzu viele Sachen von Belang, zum anderen wiederholen sich die Dinge.
Aber es gibt auch Neuigkeiten.
ICH HABE HEUTE GEDUSCHT!!!!!!
So fängt ein Tag ganz anders an. Solche Kleinigkeiten haben einen ungemeinen Einfluss auf das Wohlbefinden. Einen positiven….
Insgesamt hat mich der Dekubitus, den die Ärzte immer noch als Gefahr betrachten, körperlich um einiges zurückgeworfen. Der Dekubitus ist immer noch relativ groß und ich muss mich immer noch schonen. Der eine Arzt meinte mit ernster Miene: „Ich habe Leute daran sterben sehen!“. So ernst ist es bei mir nicht, aber das Teil sieht schon heftig aus.
Was gibt es noch?
Ah ja was passiert, wenn ein verliebter Pfleger am Morgen die Grundversorgung eines Patienten durchführt?
Zum einem kommt er sehr spät, weil er vorher simst oder teleniert. Dadurch ist das Zeitfenster sehr kurz um noch Frühstück zu bekommen, zum anderen werden gewisse Schutzmaßnahmen bei der Pflege vergessen um einen Kolalateralschaden bei Inkontinenz in der großen Form zu verhindern.
Also ab zur Physio mit körperlicher Anstrengung …….. Der Rest erklärt sich von selbst.
Es ist eine tolle Aufgabe die betroffene Kleidung am Waschbecken einer Reinigung zu unterziehen.
Auf jeden Fall werde ich ab dem 6 Januar mindesten 4 Wochen und maximal 6 Wochen hier bleiben. Ich werde umgetopft! Von Krankenkasse auf Rentenversicherung. Die Rentenversicherung zahlt maximal 6 Wochen. Also das Ende naht.
Mir fallen wieder die Augen zu.
B. Pasman
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