Montag, 26. Januar 2009

26.01.09 129. Tag


26.01.09 129. Tag

Hallo zusammen,

es sind mal wieder 5 Tage vergangen, wo ich nichts geschrieben habe.
Es gibt auch nicht viel zu berichten.

Ich habe immer noch ein Einzelzimmer wegen MRSA, wobei ich mittlerweile ohne Mundschutz und Handschuhen das Zimmer verlassen darf. MRSA ist nur in der Wunde und sonst nirgendwo.

Meine Anwendungen sind immer noch stark reduziert wegen dem Dekubitus. Zu Zeit habe ich nur 2 Anwendungen pro Tag. Einmal Physiotherapie eines Schülers und halt die normale Physiotherapie. Den Rest des Tages habe ich nichts zu tun. So verbringe ich viel Zeit im Bett um mein Gesäß zu schonen. Wenn mir dann nach einiger Zeit die Knochen weh tun, stehe ich auf und drehe eine Runde im Rolli.

Schön ist wenn die Sonne scheint und die Sonnenstrahlen einen etwas verwöhnen.

Wenn ich dann bei schönen Wetter andere Leute sehe, die Mit dem Rad fahren oder eine Runde laufen, würde ich am liebsten mich auch aufs Rad schwingen und eine Runde drehen.
Tja geht nicht…

Mein Tagesablauf ist momentan schon recht eintönig, darum schreibe ich auch so wenig. Es gibt kaum noch Sachen die ich dazu lerne, im Gegenteil ich mache ganz klar Rückschritte.

Dazu kommt das Handicap mit dem Deku und die Schmerzen die ich in den Schultern habe.

Mein persönlicher Plan im März wieder langsam anzufangen zu arbeiten wird durch den Deku nicht positiv beeinflusst.

Solche sportlichen Leistungen wie im November, wo ich nach dem Frühstück mal eben bis zur Russischen Botschaft gefahren bin, würde ich heute nicht mehr schaffen. Zum einem von der Kraft plus den Problemen in der Schulter.

Am Samstag bin ich mit dem Rolli von Aldi nach Hause mit dem Rolli gefahren. An einer Stelle war bedingt durch eine Einfahrt ein Stück besonders steil. Da kam dann ein Mädchen und hat mich ca 30 m geschoben. Wahrscheinlich hat sie später erzählt, dass sie einem älteren Mann geholfen hat.
Da habe ich ganz klar gesehen, wie mein momentaner Stand der Fitness ist.

Wenn ich so nach oben schaue wiederhole ich immer die gleichen Sachen. Es gibt auch keine nennenswerten Neuigkeiten.

Ein Einzelzimmer zu haben ist zwar hier und ganz schön, aber auf der anderen Seite auf Dauer ganz schön langweilig.




B. Pasman

Mittwoch, 21. Januar 2009

21.01.09 124. Tag

21.01.09 124. Tag

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen habe ich nicht geschrieben.

Dies in erster Linie weil es nicht zu berichten gab.
In den letzten Tagen habe ich 4 Bücher gelesen. Soviel habe ich sonst nur zeitweise im Urlaub gelesen, wenn ich ein paar Tage alleine in Alicante war.

Aus folgenden Gründen habe ich viel gelesen.
1. Weil ich die Ruhe hatte zu lesen.
2. Um meinen Dekubitus zu schonen, habe ich meistens im Bett gelesen.

Eins meiner Hauptprobleme ist zurzeit neben MRSA ganz der Dekubitus. Wenn ich sehe seit wann ich den habe und wie langsam sich das ändert, werde ich noch einige Zeit damit kämpfen müssen.

Gestern und heute habe ich wieder die Erfahrung gemacht, dass extreme körperliche Anstrengung die Verdauung fördert. Dies jedes Mal mit Schmutzeffekten an der unteren Kleidung. Man das geht mir auf den ………

Wir haben geübt wie ich alleine wieder ins Bett komme und auch in den Rolli.
Ins Bett kam ich mit dem Rolli als Hilfsmittel.
In den Rolli habe ich es nicht geschafft.

Was ich sehe ist, dass ich noch einiges an Kraft brauche oder wieder brauche um zum Beispiel alleine in den Rolli zu kommen.

Der Deku und die dadurch reduzierten sportlichen Aktivitäten, haben mich viel Kraft gekostet. Im November war ich bedeutend fitter als jetzt.

Bei der berufsbezogenen Beratung habe ich den Herrn von der Rentenversicherung leider nicht gesehen, der kam erst nachmittags.



B. Pasman

Sonntag, 18. Januar 2009

18.01.09 121. Tag


18.01.09 121. Tag

Hallo zusammen,

heute war wie gestern ein ruhiger Tag.

Wieder viel gelesen, das dritte Buch ist fast ausgelesen.

Morgen werde ich wahrscheinlich das Ergebnis der MRSA Proben erfahren.
Ich bin gespannt was dabei rauskommt und wie die Reaktion der Ärzte ist.

Was mir momentan Sorgen macht, sind die Schmerzen in den Schultern. Zum einem sind Schmerzen nie schön, zum andern sind meine Schultern momentan mit die wichtigsten Körperteile um mobil zu sein. Für jeden Transfer aus dem Rolli ins Bett und natürlich auch zum Rollstuhlfahren. Aber das werden wir auch in den Griff kriegen.

In der nächsten Woche habe ich nur zweimal am Tag Physiotherapie, alle anderen Anwendungen sind gestrichen. So richtig bringt mich das nicht weiter.

In der folgenden Woche habe ich einen Termin berufsbezogene Beratung mit einem Mann von der Rentenversicherung. Mal sehen was der mir erzählen kann. Welche Förderungen da möglich sind.

Morgen früh ist auch wieder Visite. Im Moment weis ich nicht was ich dann sagen soll.

So jetzt werde ich in meinem Buch weiter lesen.


B. Pasman

Samstag, 17. Januar 2009

17.01.09 120. Tag


17.01.09 120. Tag

Hallo zusammen,

heute war ein Tag zum Erholen.

Keine Anwendungen, da Samstag, das Frühstück, Mittagessen und Abendessen habe ich im Bett eingenommen. Das ist Luxus. Ärgerlich sind nur später die Krümel der Mehrkornbrötchen im Bett.
Früher wäre es doppelt ärgerlich gewesen, da hätten die noch gepiekst.
Das ist dann schon ein Vorteil, man muss halt immer das Positive raussuchen.

Mittlerweile bin ich beim dritten Buch das ich lese. Ich habe lange nicht mehr soviel Ruhe gehabt um zu lesen. Dies ist auch etwas Positives.

Das Wetter war heute leider nicht so gut, aber es hat nicht geregnet, wieder was Positives.

Da ich heute wie oben beschrieben einen sehr ruhigen Tag hatte, gibt es auch nicht viel zu berichten.

Was ich noch gemacht habe mit meinem persönlichen „Revital“ Gerät eine Anwendung selber gemacht.

Zurzeit bin ich gespannt, wie das Ergebnis der MRSA Proben sind. Sehr interessant ist die Frage wenn das Ergebnis „Positiv“ ist, an welchen Stellen. Wenn es nur in der Wunde ist, habe ich mir hier eingefangen, wenn die anderen Proben auch „Positiv“ sind, ist es unklar.

Dann stellt sich auch die Frage, ob die mich sofort entlassen werden.

Auf der anderen Seite mit dem Dekubitus kann ich momentan nicht viele Übungen machen. Wobei die Versorgung des Deku’s hier natürlich optimal ist.

Nur irgendwann werde ich nach Hause kommen und das der Deku bis dahin geheilt ist, glaube ich nicht.





B. Pasman

Freitag, 16. Januar 2009

16.01.09 119. Tag

16.01.09 119. Tag

Hallo zusammen,

heute hatte ich genau zwei Anwendungen.

Die erste war Physiotherapie Schüler, das heißt ein Azubi kurz vor der Prüfung macht mit mir Übungen. Die Übungen sollen die Kräftigung der Muskulatur unterstützen. Der Junge macht das sehr gut.

Die zweite war Physiotherapie. Der Therapeut brachte mir eine Stehhilfe. Dies ist ein Rollstuhl den man hochfahren kann und praktisch fast senkrecht steht. Dies ersetzt quasi das Stehpult und hat den Vorteil, dass man auch an höher gelegene Gegenstände kommen kann.
Außerdem gibt es noch gesundheitliche Gründe so ein Teil zu haben.

Meine Quarantäne im Zimmer ist schon lästig. Ich darf zwar mit Mundschutz und Handschuhen raus, soll aber alleine im Aufzug fahren und Cafeteria und andere Menschen meiden.

Mit Schutzkleidung kann ich auch besucht werden. Am Montag wird wohl das Ergebnis der Proben da sein. Dann werden wir weiter schauen.


B. Pasman

Donnerstag, 15. Januar 2009

15.01.09 118. Tag


15.01.09 118. Tag

Hallo zusammen,

heute gab es zuerst die Visite mit Oberarzt. Er fing sofort an von Plan „B“ zu reden.
Ob zu Hause alles vorbereitet wäre wenn ich nach Hause komme. Es ist wohl der Plan, wenn ich nur mit den Keimen kolonialisiert bin und nicht krank, mich nach Hause zu schicken. Dies hat für die Klinik 2 Vorteile. Erstens sind die besonderen Aufwendungen für die Isolierung weg, zweitens gibt es wieder ein Bett mehr in der Verfügungsmasse. Das ist für die Klinik natürlich bares Geld.

Heute habe ich aber auch mein persönliches Revital bekommen. Es ist zwar etwas angestaubt aus dem Keller, aber immerhin kann ich frei darüber verfügen.

Ansonsten habe ich heute viel gelesen und im Bett gelegen. Zwischendurch habe ich auf das Mittagessen und das Abendessen gewartet. Es war also richtig spannend heute.

Das Zimmer habe ich nur verlassen, weil ich einen Termin in der Urologie hatte.

Auf jeden Fall scheint mein Dekubitus sich zu bessern. So kann man der ganzen Sch… etwas positives abgewinnen.




B. Pasman

Mittwoch, 14. Januar 2009

14.01.09 117. Tag

14.01.09 117. Tag

Hallo zusammen,

gestern gab es zuerst ein Gespräch mit dem Oberarzt wo allgemeine Sachen besprochen wurden.

An den Behandlungen war auch nichts Besonderes.

Gegen Abend kam der Stationsarzt und meinte, dass unsere Zimmergemeinschaft aufgelöst werden müsste. Wir protestierten dagegen, allerdings als er sagte, dass ich einen Keim haben könnte der sich MRSA nennt, war jeder Protest nutzlos.

Dies bedeutet für mich, ich auf dem Zimmer bleiben soll. Dies für ca 14 Tage wenn alles gut geht. Die Therapien die gemacht werden können werden auf dem Zimmer gemacht.Es sind aber nur noch wenige.

Allerdings meinte die Oberschwester, dass ich mit Mundschutz und Umhang das Zimmer verlassen könnte. Allerdings soll ich alleine im Aufzug fahren und Plätze mit vielen Leuten meiden.

Das Problem ist, dass der Keim resistent gegen normale Antibiotika ist.
Insbesondere für alte und geschwächte Menschen ist der Keim gefährlich.

Positiv ist dies für meinen Dekubitus zu sehen, weil ich noch mehr Zeit im Bett verbringe.



B. Pasman

Montag, 12. Januar 2009

12.01.09 115. Tag

12.01.09 115. Tag

Hallo zusammen,

heute war wieder Visite. Der Doc meinte Priorität hätte zur Zeit der Dekubitus.
Zwei drittel sehen ganz gut aus, aber ein drittel zeigt eine Taschenbildung. Dies ist zumindest kein gutes Zeichen. So eine Tasche kann schnell zu einem Loch ausarten.

Ich habe mir schon selber Schonung verschrieben. Also bleiben wir auch dabei.

Unter Umständen könnte dies meinen Aufenthalt in der Klinik verlängern.

In der Physiotherapie gab es heute ein Dekubitus schonendes Programm. Zuerst in den vier Füßler, das bedeutet auf Knie und Arme mit entsprechenden Übungen. Das Bein heben wie bei einem Hund geht leider nicht. Aber der Rücken wird gestärkt, die Armmuskulatur und natürlich auch die Schultern.

Die anderen Behandlungen waren nur Stehpult und Physiotherapie von einem Schüler, diese war allerdings sehr kurz, da die Visite wie üblich hinter dem Zeitplan zurück hing.

Dann kam ein Vertreter einer Pumpe um die Häufigkeit des Stuhlgangs zu reduzieren. Dieses Teil probieren wir seit einiger Zeit aus, aber ohne den gewünschten Erfolg. Mal sehen wie es mit seinen Ratschlägen in Zukunft funktioniert.

So gesehen war es ein normaler Rehatag.






B. Pasman

Sonntag, 11. Januar 2009

11.01.09 114. Tag


11.01.09 114. Tag

Hallo zusammen,


10.01.09 113. Tag
11.01.09 114. Tag

dieses Wochenende bleibe in erster Linie aus Gründen der Witterung noch mal in der Klinik.

Ich bin dann direkt von den Schwestern gefragt worden warum ich denn nicht nach Hause fahren würde. Meine Antwort war dann, erstens wegen des Wetters und zweitens ist meine Schwiegermutter zu Hause. Besonders bei dem zweiten Grund kam dann ein verständnisvolles Grinsen.
Ist doch toll wie man immer wieder mit Klischees arbeiten kann.

So ein ruhiges Wochenende hat aber noch andere Vorteile. Zum einem tut dies meinem Dekubitus gut, wenn ich lange Zeit ruhig im Bett liege. Die Transfers vom Rolli in und aus dem Auto sind da immer so eine Sache, weil diese über das Rutschbrett gehen und dies immer mal gerne mit einem Kontakt an dem Reifen vonstatten gehen. Dabei kann es schnell mal eine nicht gewollte Belastung auf die Wunde geben.

Außerdem fand ich die Ruhe ein Buch zu lesen. Das Buch heißt Vollidiot von Tommy Jaud.

Das erste mal nach der OP habe ich die Ruhe gefunden ein Buch zu lesen. Ich habe zwar nach der OP eins angefangen, aber nach einiger Zeit komplett den Faden verloren, weil ich immer nur ein paar Seiten geschafft habe. Außerdem habe ich ein paar Seiten mehrmals gelesen. Danach habe ich damit wieder aufgehört.

Noch ein Vorteil, ich habe am Samstag wieder geduscht!!!



B. Pasman

Freitag, 9. Januar 2009

09.01.09 112. Tag


09.01.09 112. Tag

Hallo zusammen,


08.01.09 111. Tag

heute war Visite mit Oberarzt. Wir haben besprochen welche Therapien jetzt sinnvoll sind, da der Rollstuhlsport und Rollstuhltraining ja nicht mehr anstehen wegen dem Deku.

Also werde ich wieder Krafttraining machen, was seinerzeit wegen dem Rollisport gestrichen wurde.

Gegen Mittag ging es dann zur Uniklinik nach Köln. Ich wurde in einen großen Mercedes Transporter reingefahren. Der Rolli wurde auf dem Boden verzurrt und ich bekam einen Beckengurt um den Bauch. Mein Oberkörper wackelte in jeder Kurve und bei jedem bremsen und beschleunigen. Für mich war es eher ein Viehtransport als ein Taxi. Ich habe mich dann fast die ganze Zeit irgendwo festgehalten. Irgendwann sind mir dann die Hände eingeschlafen.
Wenn ich wieder einen Transport haben werde, möchte ich ein ganz normales Taxi haben.

Das Ergebnis der Vorstellung in Köln ist ähnlich wie hier in der Godeshöhe. Das einzige was neu war, ist das erst nach einem Jahr eine endgültige Aussage getroffen werden kann. Aber viel Hoffnung gab es nicht.

Die Rückfahrt war genauso wie die Hinfahrt, ein gutes Armtraining.


09.01.09 112.Tag

Der Oberarzt sprach mich heute an, er wollte mit mir unter 4 Augen reden.
Wir sprachen ab, dass wir uns um 14:00 Uhr in meinem Zimmer treffen.
Ich war um 14:00 in meinem Zimmer. Gegen 15:15 habe ich mich dann wegen meinem Deku ins Bett gelegt. Nach kurzer Zeit bin ich dann eingeschlafen und gegen 18:15 wieder aufgewacht. Gerade noch passend zum Abendessen.

In der nächsten Woche ist ja auch noch Zeit zu reden.



B. Pasman

Mittwoch, 7. Januar 2009

07.01.09 110. Tag

05.01.09 108. Tag

Hallo zusammen,

der erste normale Rehatag im neuen Jahr.

Zuerst die Visite, die wie immer verlief. Gegen die Beschwerden soll ich Medikamente nehmen. Das ist aber vermutlich nur eine Bekämpfung der Symptome und nicht der Ursachen. Mal sehen ob es hilft.

Die anderen Anwendungen verliefen wie gehabt.

06.01.09 109. Tag
Um 16:00 Uhr hatte ich noch PNF-Physio, dies ist eine Form von Physiotherapie, wo durch bestimmte Bewegungen andere Muskel mobilisiert werden. Zumindest ist dies bei die Zielsetzung. So kann man durch bestimmte Bewegungen der Arme sich im Bett drehen, wenn es nicht zu weich ist.

Die Anwendung direkt nach Mittag fiel aus. So ging ich wie vom DOC gewünscht ins Bett um meinen Dekubitus zu entlasten. Als ich im Bett lag, fiel mir ein, dass ich eigentlich kathedisieren musste. Ich war zu faul um wieder aus dem Bett zu steigen und da dachte ich im Bett dies zu erledigen. Leider kam in diesem Moment mein Zimmernachbar mit einem anderen Patienten herein. Also warte ich.

Nun wenn ich im Bett liege schlafe ich sehr schnell ein. Diesmal auch.
Als ich dann gegen 15:45 wach wurde, vernahm ich einen gewissen Geruch ………

Wie heißt der Slogan von McDonalds „Ich liebe es“.

Also muss ich öfter und stringenter dieses „Geschäft“ erledigen.

07.01.09 110. Tag

Was gibt es noch.
Die Physiotherapeuten der Sportgruppe haben mich aus dem Rollisport suspendiert.
Dies nicht wegen unsportlichem Verhaltens, sondern wegen meinem Dekubitus.
Schei,,,,,, . Dies hat immer Spaß gemacht.

Heute bin ich beim Transfer aus dem Rolli ins Bett irgendwie auf der Erde gelandet. Dies aus einem Zusammenspiel aus rutschendem Rolli und etwas Unachtsamkeit. Es ist nichts passiert, aber so was ärgert. Dies natürlich direkt nachdem de mich aus dem Rollisport geschmissen haben.

Soll ich denn jetzt den ganzen Tag im Bett verbringen?

Im Moment höre ich Cat Stevens. Sind schöne Lieder zum entspannen.

Ich werde noch bis 23:00 Uhr versuchen wach zu bleiben, um dann mein kleines Bedürfnis zu erfüllen.



Leider kann ich heute keine Bilder hochladen. Na ja dann eben nicht.



B. Pasman

Sonntag, 4. Januar 2009

04.01.09 107. Tag




Hallo zusammen,

ich gelobe Besserung, dass ich wieder mehr schreiben werde.

Ich habe mal kontrolliert, dass ich bisher 130 Seiten in Word geschrieben habe.

Dies ist schon einiges oder?

Ein Problem ist sicher, dass immer weniger Neuigkeiten gibt, der Tagesablauf ist immer sehr ähnlich, die Vorkommnisse auch. Das erste mal wenn ich in die Hose gemacht habe, ist es vielleicht noch interessant bestimmt auch etwas lustig, auch durch die Art wie es geschrieben wird, aber irgendwann ist es Alltag, leider. Wobei dieses Problem mittlerweile sehr nachgelassen hat.

Auch sind die Eroberbahren neuen Ufer zum großen Teil erkundet und die Grenzen von dem was machbar ist werden immer deutlicher.

Wenn ein Mensch die Chance hat sich zu entwickeln ist es spannend, egal in welcher Lage er ist. Wenn er seine Grenzen kennen lernt und sieht was er nicht kann wird es Langweilig und die positive Stimmung ist bedeutend schwerer zu halten. Ich glaube dies habe ich sehr elegant ausgedrückt.

Ein Mensch braucht Ziele.

In der letzten Zeit habe bedeutend mehr Grenzen als Horizonte gesehen.
Eine lange Zeit hatte ich jeden Tag Erfolgserlebnisse in großen Mengen.
In der letzten Zeit waren dies sehr wenige, da ich mittlerweile weis was ich kann und noch viel grausamer was nicht. Hinzu kommt, dass der Dekubitus mich in meiner physischen Verfassung um einiges zurückgeworfen hat.

Dies wiederum erzeugt mehr Muskel und Gelenkschmerzen. Wenn ich mich eine gewise Zeit nicht bewegt habe, schmerzen mir die Knochen.

Auch sind meine Beschwerden, die ich unterhalb der OP habe in der letzten Zeit mehr geworden. So ein Scheiß, unten ist alles tot, nur die Schmerzen da unten kommen durch.
Insbesondere jede Bewegung im Bett überlege ich mir zweimal. Gestern fragte mich Carmen warum ich mich habe operieren lassen, wenn die Schmerzen nicht weg sind. Die Kleinen haben schon eine sehr rationale Art. Darüber darf ich nicht nachdenken. Wobei ich nur einen Teil der Schmerzen von vorher habe.

In einem gewissen Zeitraum habe ich mich auch selber immer wieder gequält, dies auch mit der Hoffnung, dass es sich lohnt.
Auch heute sind gewisse Sachen immer wieder mal auch noch eine Quälerei, da sind zu nennen besonders.

Ein Lagewechsel im Bett.
Ein – Ausstieg aus dem Auto.
Transfer aus dem Bett in den Rolli und zurück
Anziehen und ausziehen.

Wenn ich dann im Rolli sitze, mich bewegen kann und Schmerzen nach und nach nachlassen, geht es mir relativ gut.

Wenn man nun die obige Aufzählung anschaut, habe ich ggf eine Morgen und Abend Depri. Dies muss aber nicht sein.

All dies hilft nicht so direkt.

In der nächsten Woche geht der normale Rehaalltag wieder los. Mal sehen, dass ich in den letzten Wochen meine Fitness wieder verbessern kann.
Nur die Ärzte werden dann wieder schimpfen wegen dem sch… Dekubitus. Es ist also eine Gradwanderung.

Aber besser Arm dran als Arm ab, insbesondere in meinem Fall. Sonst könnte ich nur im Kreis fahren.



B. Pasman

02.01.09 105. Tag




Hallo zusammen,

mal wieder 5 Tage nichts geschrieben. Zum einem passieren nicht allzu viele Sachen von Belang, zum anderen wiederholen sich die Dinge.

Aber es gibt auch Neuigkeiten.

ICH HABE HEUTE GEDUSCHT!!!!!!

So fängt ein Tag ganz anders an. Solche Kleinigkeiten haben einen ungemeinen Einfluss auf das Wohlbefinden. Einen positiven….

Insgesamt hat mich der Dekubitus, den die Ärzte immer noch als Gefahr betrachten, körperlich um einiges zurückgeworfen. Der Dekubitus ist immer noch relativ groß und ich muss mich immer noch schonen. Der eine Arzt meinte mit ernster Miene: „Ich habe Leute daran sterben sehen!“. So ernst ist es bei mir nicht, aber das Teil sieht schon heftig aus.

Was gibt es noch?

Ah ja was passiert, wenn ein verliebter Pfleger am Morgen die Grundversorgung eines Patienten durchführt?

Zum einem kommt er sehr spät, weil er vorher simst oder teleniert. Dadurch ist das Zeitfenster sehr kurz um noch Frühstück zu bekommen, zum anderen werden gewisse Schutzmaßnahmen bei der Pflege vergessen um einen Kolalateralschaden bei Inkontinenz in der großen Form zu verhindern.

Also ab zur Physio mit körperlicher Anstrengung …….. Der Rest erklärt sich von selbst.

Es ist eine tolle Aufgabe die betroffene Kleidung am Waschbecken einer Reinigung zu unterziehen.

Auf jeden Fall werde ich ab dem 6 Januar mindesten 4 Wochen und maximal 6 Wochen hier bleiben. Ich werde umgetopft! Von Krankenkasse auf Rentenversicherung. Die Rentenversicherung zahlt maximal 6 Wochen. Also das Ende naht.

Mir fallen wieder die Augen zu.

B. Pasman