Sonntag, 4. Januar 2009

04.01.09 107. Tag




Hallo zusammen,

ich gelobe Besserung, dass ich wieder mehr schreiben werde.

Ich habe mal kontrolliert, dass ich bisher 130 Seiten in Word geschrieben habe.

Dies ist schon einiges oder?

Ein Problem ist sicher, dass immer weniger Neuigkeiten gibt, der Tagesablauf ist immer sehr ähnlich, die Vorkommnisse auch. Das erste mal wenn ich in die Hose gemacht habe, ist es vielleicht noch interessant bestimmt auch etwas lustig, auch durch die Art wie es geschrieben wird, aber irgendwann ist es Alltag, leider. Wobei dieses Problem mittlerweile sehr nachgelassen hat.

Auch sind die Eroberbahren neuen Ufer zum großen Teil erkundet und die Grenzen von dem was machbar ist werden immer deutlicher.

Wenn ein Mensch die Chance hat sich zu entwickeln ist es spannend, egal in welcher Lage er ist. Wenn er seine Grenzen kennen lernt und sieht was er nicht kann wird es Langweilig und die positive Stimmung ist bedeutend schwerer zu halten. Ich glaube dies habe ich sehr elegant ausgedrückt.

Ein Mensch braucht Ziele.

In der letzten Zeit habe bedeutend mehr Grenzen als Horizonte gesehen.
Eine lange Zeit hatte ich jeden Tag Erfolgserlebnisse in großen Mengen.
In der letzten Zeit waren dies sehr wenige, da ich mittlerweile weis was ich kann und noch viel grausamer was nicht. Hinzu kommt, dass der Dekubitus mich in meiner physischen Verfassung um einiges zurückgeworfen hat.

Dies wiederum erzeugt mehr Muskel und Gelenkschmerzen. Wenn ich mich eine gewise Zeit nicht bewegt habe, schmerzen mir die Knochen.

Auch sind meine Beschwerden, die ich unterhalb der OP habe in der letzten Zeit mehr geworden. So ein Scheiß, unten ist alles tot, nur die Schmerzen da unten kommen durch.
Insbesondere jede Bewegung im Bett überlege ich mir zweimal. Gestern fragte mich Carmen warum ich mich habe operieren lassen, wenn die Schmerzen nicht weg sind. Die Kleinen haben schon eine sehr rationale Art. Darüber darf ich nicht nachdenken. Wobei ich nur einen Teil der Schmerzen von vorher habe.

In einem gewissen Zeitraum habe ich mich auch selber immer wieder gequält, dies auch mit der Hoffnung, dass es sich lohnt.
Auch heute sind gewisse Sachen immer wieder mal auch noch eine Quälerei, da sind zu nennen besonders.

Ein Lagewechsel im Bett.
Ein – Ausstieg aus dem Auto.
Transfer aus dem Bett in den Rolli und zurück
Anziehen und ausziehen.

Wenn ich dann im Rolli sitze, mich bewegen kann und Schmerzen nach und nach nachlassen, geht es mir relativ gut.

Wenn man nun die obige Aufzählung anschaut, habe ich ggf eine Morgen und Abend Depri. Dies muss aber nicht sein.

All dies hilft nicht so direkt.

In der nächsten Woche geht der normale Rehaalltag wieder los. Mal sehen, dass ich in den letzten Wochen meine Fitness wieder verbessern kann.
Nur die Ärzte werden dann wieder schimpfen wegen dem sch… Dekubitus. Es ist also eine Gradwanderung.

Aber besser Arm dran als Arm ab, insbesondere in meinem Fall. Sonst könnte ich nur im Kreis fahren.



B. Pasman

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Schön das du dich wieder aufgerafft hast zu schreiben!
Ich glaube mir, wie auch vielen anderen fehlen die Blogs richtig!

Liebe Grüße Sabine